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Handball: Was fürs Konto und die Seele

VON ROMAN ZILLES - zuletzt aktualisiert: 10.10.2008

Vor dem Spiel gegen die TSG Münster müssen die Handballer des Leichlinger TV eine schlechte Nachricht verdauen: Vorerst gibt es kein frisches Personal. Trotzdem soll heute Abend eine neue Entwicklungsstufe gezündet werden.

 Foto: rponline
Foto: rponline

Die schlechten Nachrichten reißen nicht ab. Vor geraumer Zeit kündigten die Leichlinger Handballer einen „internationalen Transfer“ an. Hinter den Kulissen sollte der Montenegriner Vuk Milosevic für den Dienst beim LTV gewonnen werden. „Von Pontius zu Pilatus“ sei Trainer-Manager Frank Lorenzet gelaufen. Schließlich sei der internationale Transfer an nationalen Widerständen gescheitert. „Wir haben keine Spielberechtigung vom Verband bekommen“, trauert Lorenzet der erhofften Verstärkung für den Rückraum nach.

Das Ziel: 60 Minuten Konstanz

Die Suche nach potenziellen Neuzugängen soll unverdrossen weitergehen. Denn: „Wir wissen, dass mit unserem derzeitigen Kader wirklich alles passen muss, damit wir erfolgreich sind“, meint Lorenzet. Bis zum Vermelden von frischem Personal müssen die Vorhandenen die sportliche Lage passend machen – am liebsten heute Abend: Die TSG Münster, aus dem Stadtteil des hessischen Kelkheim, stellt sich in der Halle Am Hammer (20.15 Uhr) vor.

Dann soll der LTV eine weitere Entwicklungsstufe zünden. Konstanz über 60 Minuten, heißt das Ziel, das bislang in keiner Partie erreicht wurde. Den Gegnern genügte es zumeist, auf die kollektive Auszeit der Leichlinger zu warten und diese zur Entscheidung zu nutzen. „Es spricht aber für uns, dass wir bislang nie beide Halbzeiten einer Partie verloren haben“, sagt Lorenzet. Es spricht aber nicht für den Aufsteiger, dass die andere Halbzeit jeweils zu schlecht gestaltet wurde, um einen doppelten Punktgewinn herausspringen zu lassen.

Vielleicht ruft ja auch Eryk Kaluzinski endlich sein Können ab. An ihm soll sich das Team aufrichten können, wenn es nicht läuft. Das wollte ihm Lorenzet gestern Abend noch einmal im Einzelgespräch einbläuen. Schließlich naht der Zeitpunkt, an dem der LTV seine Tauglichkeit mit Punkten untermauern muss. Zwar sei für Resignation im schlechtesten sportlichen Falle frühestens im Januar oder Februar Platz. Aber dass weitere Wochen ohne Sieg an den Leichlingern zerren würde, das klingt auch bei Lorenzet durch: „Zwei Punkte wären jetzt das Richtige und gut für die Seele der Spieler.“

Quelle: RP

 
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