Radevormwald: 2009 – das Jahr vieler Unfalltoten
VON STEPHAN BÜLLESBACH - zuletzt aktualisiert: 09.02.2010Radevormwald (RPO). Auf Oberbergs Straßen spielten sich 2009 mehrere Dramen ab – eine Auswahl: r 26. April Während das Netzwerk der Polizei mehrere tausend Motorradfahrer an der Bever-Talsperre mit einer Präventionsveranstaltung zu einem sicheren und rücksichtsvollen Fahren bewegen will, sterben auf der K 19 zwischen Lindlar und Engelskirchen zwei 46-jährige Motorradfahrer.
Ein Engelskirchener hatte in einer unübersichtlichen Kurve ein Auto überholt und war in das Krad eines Kölners gerast. r 30. Mai Mit 2,27 Promille im Blut rast ein 49-jähriger Hückeswagen am Morgen des Pfingstsamstag eingangs einer in Marke in den Gegenverkehr: In dem Kleinwagen stirbt eine 27-jährige Wuppertalerin. 22. September Fünf Tote, ein Schwerverletzer und sechs Leichtverletzte fordert ein Unfall in Dahlerau, bei dem ein Linienbus in die Wupper stürzt. Die Unfallursache wird wohl nie zu klären sein.
Insgesamt starben 2009 19 Menschen auf den Straßen im Kreis – acht mehr als im Jahr zuvor. Auch die Zahl der Schwerverletzten (265) war höher als im Jahr zuvor (231) – Entwicklungen, die Landrat Hagen Jobi als oberster Dienstherr der Polizei mit Sorge betrachtet. Immerhin hatte er gestern bei der Vorstellung der Verkehrsstatistik auch Erfreuliches zu berichten. So sanken die Zahlen der Unfälle und der Leichtverletzten erneut, der Oberbergische Kreis ist der fünftsicherste Kreis im Land – bei 47 Kreispolizeibehörden. Für Rade sieht die Statistik so aus: 543 Unfälle (– 38), davon 62 mit Personenschäden (– 9), sieben Tote (davon fünf in Dahlerau), 86 Verletzte (– 7). Hoch gerechnet auf 100 000 Einwohner hat die Stadt eine Unfallhäufigkeit von 2350 – ein Minus von 5,3 Prozent, kreisweit liegt Radevormwald unter 13 Kommunen aber auf Platz vier – direkt vor Hückeswagen (2169); "Spitzenreiter" sind Waldbröl (3046) und Wipperfürth (3025). Bei der Verunglücktenhäufigkeit (402, plus 1,2 Prozent) liegt die Bergstadt auf Rang neun.
Eine unfallträchtige Stelle hat die Polizei in 2009 für Radevormwald ausgemacht: der Bereich zwischen Marke und Rädereichen mit einer Toten und sieben Verletzten. Ob das von den Anwohnern geforderte Tempo 70 für Marke kommt, konnte Jobi gestern nicht sagen.
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