Radevormwald: Brandschutz für Schule Blumenstraße
zuletzt aktualisiert: 21.02.2008Radevormwald (RPO). Unzufriedenheit herrscht an der Grundschule Blumenstraße. Es ist seit Jahren der Zustand der Gebäude, der bei Lehrern, Schülern und Eltern diese Emotion auslöst – im Bauausschuss war sie gestern erneut zu spüren, nicht zuletzt, als der Schulleiter Jürgen Walter zur Tür raus ging, bevor die Politiker die Diskussion beendet hatten. UWG und SPD hatten Anträge gestellt, an der Grundschule für bessere Gebäude-Verhältnisse zu sorgen.
„Uns geht es weniger um den Anstrich an sich als darum, einen festgefahrenen Karren wieder anzustoßen“, sagte Werner Nowara (UWG). Der Bauausschuss möge beschließen, die Fassade der Schule zumindest mit einem isolierenden Anstrich zu versehen. Die SPD-Fraktion ging weiter. Sie forderte in ihrem Antrag, Haushaltsmittel für einen Schutzanstrich, eine Isolierung der Westfassade sowie für neue Fenster bereitzustellen. In einem weiteren Schritt sollte Geld für die gesamte Fassade und das Dach im Haushalt zur Verfügung gestellt werden. Und es gelte, „umgehend die notwendigen Brandschutzmaßnahmen umzusetzen“. Denn immerhin handele es sich um die bei den zukünftigen i-Dötzchen am stärksten nachgefragte Grundschule der Stadt.
„Es ist unstrittig, dass der Brandschutz umgehend ertüchtigt werden muss“, erklärte Baudezernentin Julia Gottlieb. Deshalb sei der städtische Haushalt, der den Fraktionen vorliegt, bereits mit den nötigen Mitteln ausgestattet. Als sinnvoll und nachhaltig bezeichnete sie eine Gesamtsanierung der Grundschule.
Auf 5. März vertagt
Sowohl Dr. Jörg Rieger (SPD) als auch Olaf Jung (CDU) baten die Verwaltung zu prüfen, wie die Gesamtmaßnahme zu finanzieren sein könnte. Stadtarchitekt Michael Faubel will erste Zahlen am 5. März im Bauausschuss vorlegen.
Kämmerer Rainer Meskendahl erklärte den Politikern, dass aus finanzieller Sicht die Sanierung in einem Stück am sinnvollsten wäre, und das möglichst über die Schulpauschale. Das hieße, „dass für den Haushalt der Stadt fast keine Belastung entsteht“, führte Georg Fenske, der Leiter des Fachbereichs Finanzen, aus. Allerdings: „In 2008 und 2009 haben wir keine Chance, diese Maßnahme als Investition zu etatisieren.“ Mittel wie die Schulpauschale seien bereits in anderen Vorhaben gebunden. Erst ab dem Haushaltsjahr 2010 sei es möglich, die Maßnahme über die Pauschale abzuwickeln. „Sind uns also die Hände gebunden?“, fragte Jörg Rieger (SPD), und Georg Fenske antwortete: „Sie müssten sonst andere Maßnahmen zurückstellen.“
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