Radevormwald: Flosbach bei Weltbank und IWF
zuletzt aktualisiert: 25.10.2007Radevormwald (RPO). Klaus-Peter Flosbach hat die deutschen Interessen bei der jährlichen Tagung der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF) vertreten. Der oberbergische Abgeordnete der CDU im Bundestag ist von Freitag bis Sonntag in Washington gewesen, „um auszuloten, wie wir Deutschen unseren Beitrag zur Stabilität auf dem weltweiten Finanzmarkt leisten können“.
Die deutsche Delegation bildeten Bundestagsabgeordnete verschiedener Fraktionen und die Minister Peer Steinbrück (Finanzen), Heidemarie Wieczorek-Zeul (Entwicklungshilfe), Gerhard Stratthaus (Finanzen in Baden-Württemberg) sowie Thilo Sarrazin (Finanzen in Berlin). Klaus-Peter Flosbach reiste in der Doppelfunktion als Mitglied im Finanz- und Entwicklungshilfeausschuss mit. Es ist sein dritter Besuch dieser Tagung in Folge gewesen. Er erklärt: „Es nehmen daran alle Finanz- und Entwicklungshilfeminister der Welt sowie Vertreter aller Banken teil. Für mich handelt es sich auch persönlich um eine wichtige Tagung, um zu sehen, wie wir Deutschen handeln sollten.“
Wie in den USA gearbeitet wurde
Diskutiert wird in kleinen und großen Gruppen, viele Themen stehen gleichzeitig auf der Tagesordnung. Flosbach traf beispielsweise auf Vertreter des US-Finanzministeriums, des IWF, Bänker, auf den Weltbankpräsidenten Robert Zoellick und Delegierte verschiedener Aufsichtsbehörden.
Die Arbeit der Aufsichtsbehörden interessierte Klaus-Peter Flosbach zufolge die deutsche Delegation besonders. In Folge der Finanzkrise, verursacht durch US-Immobilienfonds, lautete die Frage: „Wie schätzen unsere Gesprächspartner zum Beispiel ein, dass wieder mehr Vertrauen in den Finanzmarkt kommen kann?“ Ziel der Deutschen sei, Fortschritte bei der internationalen Kooperation der Finanzaufsichten – in Deutschland von der Bundesbank und der BaFin durchgeführt – zu erreichen. „Wir wollen insgesamt in alle Produkte mehr Transparenz bekommen“, sagt Flosbach und verweist auf China, Russland und die Golfstaaten, wo ihm zufolge 2,5 Billionen Dollar in Staatsfonds lagern.
In den vergangenen drei Monaten ist die Stabilität auf dem Finanzmarkt Thema bei der wöchentlichen Sitzung des Finanzausschusses im Bundestag gewesen. Nach der Rückkehr aus Washington werden die Delegationsmitglieder dort nun wichtige Details der in den USA geführten Gespräche berichten. „Unser Ziel dabei lautet: Wie kann man etwas wie mehr Transparenz erreichen, ohne die Märkte zu behindern“, erläutert Flosbach im Gespräch mit der BM.
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