Radevormwald: Galerist will Kreisel gestalten
VON JOACHIM RÜTTGEN - zuletzt aktualisiert: 27.06.2012Radevormwald (RP). Die Chancen stehen gut, dass Peter Hardt den Kreisverkehr an der Wasserturmstraße optisch ansprechend gestaltet. Er möchte auf der Fläche auf sein Asiatisches Museum in Sieplenbusch hinweisen. Der Bau könnte bald starten.
Galerist Peter Hardt hat die letzten noch fehlenden Unterlagen eingereicht, damit es mit der Baugenehmigung für sein Asiatisches Museum in Sieplenbusch klappt. "25 Nachreichungen waren nötig, um alle Bedingungen zu erfüllen.
Jetzt haben wir alles abgegeben", sagt er. Vor allem das Brandschutzkonzept musste überarbeitet werden. Die Unterlagen durchlaufen verschiedene Behörden. "Die gesetzlichen Fristen regeln, dass es hoffentlich schnell geht", sagt Burkhard Klein, Leiter des Fachbereichs Bauverwaltung bei der Stadt.
Hoffen auf Teilgenehmigung
Hardt hofft, dass er in vier Wochen eine Teilgenehmigung zumindest für den Obstgarten und die Garagen bekommt. "Es wäre für uns eine große Hilfe, wenn wir die Garagen noch im Herbst bauen dürften, um sie als Lagerfläche für das Museum nutzen zu können", sagt Hardt. Er stehe in den Startlöchern und wolle loslegen. "Wir halten uns aber strikt an die Auflagen und machen nichts ohne Baugenehmigung." Nur Vorarbeiten erfolgen zurzeit.
Bis Sommer 2013 fertig
Die Sammlung der Geschwister Kienzle aus Stuttgart soll in dem Asiatischen Museum (11 500 Quadratmeter) gezeigt werden: Skulpturen, Rollbilder, Buddhas und Filmmaterial aus Tibet, Nepal, Thailand, Burma oder Indien.
Bis spätestens 2013 muss das Museum eröffnet sein. Das sehen Vereinbarungen im städtebaulichen Vertrag mit dem Investor vor.
Der Weg zum künftigen Obsthof wird geplant und angelegt. Pflasterarbeiten für den Buddha im Eingang zum Museum stehen an, außerdem werden erste Bänke aufgestellt. "In Asien wollen wir ein großes Gefäß gießen lassen, das vor dem Buddha mit Sicht auf den Eingang stehen wird", sagt Hardt. Ein bisschen laufe ihm die Zeit davon, aber das werde schon klappen.
Beim Landesbetrieb Straßen NRW liegt außerdem ein Antrag zur Gestaltung des Kreisverkehrs an der Wasserturmstraße vor. Er wird dort zurzeit geprüft. Klein betont, dass nur noch Details zu regeln sind und hofft auf eine zeitnahe Genehmigung. Hardt möchte den Kreisel mit asiatischem Flair versehen und auf sein neues Museum hinweisen. Das Modell haben Peter Hardt, sein Sohn Tobias sowie Mitarbeiter Waldemar Ziderkopf entwickelt.
Weisheit und Wohlstand
Im Mittelpunkt steht die Bronzefigur "Ganesha", eine der beliebtesten Formen des Göttlichen im Hinduismus. "Sie steht für Weisheit und Wohlstand. Ich dachte, das könnte Rade gebrauchen", sagt Hardt und lacht verschmitzt.
Ursprünglich wollte er für seinen Kreisel eine achtblättrige Lotus-Konstruktion aus Stein, Beton oder Messing anfertigen lassen, was an den immensen Kosten und künftigen Problemen bei der Pflege scheiterte. Jetzt hat sich der Galerist für eine "bergische Variante" mit dicken Felsen, der Ganesha in der Mitte in zwei Metern Höhe und groß gewachsenem Elefantengras entschieden. Zurzeit berechnet ein Statiker den Beton und den Querschnitt für den Hügel.
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