Radevormwald: Gefahr des Rückfalls
zuletzt aktualisiert: 22.02.2008Radevormwald (RPO). Zwei Gutachter der Rheinischen Landesklinik in Bedburg-Hau (Niederrhein) haben gestern eine Annäherung an die Psyche des Angeklagten versucht. Der inzwischen 51-Jährige, in Lindlar geboren und zuerst in Wipperfürth aufwachsen, sei in seiner Kindheit traumatisiert worden. Ohne Vater aufgewachsen, wurde er früh der Mutter weggenommen, wonach er in Kinderheimen aufwuchs.
Es liege keine geistige Behinderung vor, wie am ersten Verhandlungstag mehrfach angeführt, „allerdings eine frühkindliche Traumatisierung“, die in einer „isolierten Perversion“, der Pädophilie, mündete. Diese kenne der 51-Jährige. Er versuche sie abzuwehren. Dazu habe er zum Beispiel „die schützende Sicherheit der Kirche“ gesucht. Am Tattag habe diese Art von „Plombe“ nicht mehr standgehalten, es sei zu der „impulshaften Tat“ gekommen, für die sich der 51-Jährige ein „besonderes Arrangement“ schuf: „Die Ausprägung von Pädophilie ist umso stärker, desto jünger das Kind ist. Und die Tat wurde ausgeführt, obwohl der fünfjährige Bruder dabei war.“
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