Radevormwald: Geschwisterbefreiung in Kitas soll bleiben
VON WOLFGANG SCHOLL - zuletzt aktualisiert: 04.10.2008Radevormwald (RPO). Der Oberbergische Kreistag denkt darüber nach, für die Zeit nach den Herbstferien den Eltern die Beiträge für die zweiten Kinder zu erlassen und die Kosten dem Kreis aufzubürden. Landrat Hagen Jobi möchte zudem erreichen, dass im Kreis einheitliche Kindergartengebühren erhoben werden. In Gummersbach hat er angekündigt, mit den Kommunen Wiehl, Wipperfürth und Radevormwald das Gespräch zu suchen.
„Für mich sind die Forderungen des Landrats nur teilweise nachvollziehbar“, erklärt Bürgermeister Dr. Josef Korsten. Schon jetzt sei der Besuch einer Kindertagesstätte für das zweite Kind in Radevormwald kostenfrei. „Das ist bei uns und in Wiehl so. Beide Städte haben eigene Jugendämter und können selbstständig entscheiden“, sagt er.
Familienfreundlich sein
Die Stadt habe den freien Kita-Besuch für Geschwisterkinder als Priorität festgelegt – auch, um die Familienfreundlichkeit der Stadt zu demonstrieren. Angesichts der demografischen Entwicklung müsse man eine umfassende Kinderbetreuung anbieten – „und das auch noch so kostengünstig wie eben möglich“, sagt Korsten. Im Verwaltungsvorstand habe man am Montag noch einmal darüber gesprochen und die Meinung bekräftigt. „Trotz unseres Nothaushaltes müssen wir daran festhalten. Es kann nicht sein, dass wir diese Preise hochtreiben und 1,3 Millionen Euro für die Sanierung der Wupperbrücken in Dahlerau einfach durchwinken.“
Kosten anlehnen an die Nachbarn
Zu den einheitlichen Kindergartengebühren in Oberberg sagt er, dass er dem Landrat zu verstehen geben werde, dass für Radevormwald andere Gesetze gelten als zum Beispiel für Gummersbach und seine Nachbarn. „Wir können uns nicht an der Kreisstadt oder Städten des Südkreises orientieren, wie es der Landrat vorschlägt, wir müssen uns mit unseren direkten Nachbarn aus Remscheid und Wuppertal messen“, sagt Korsten. Das gelte für die finanzielle Seite, aber auch für die Betreuung der Kinder. Hier müsse die Stadt ebenfalls sehr gute Möglichkeiten schaffe. Sie unterstütze deshalb den Ausbau der Betreuung für Unter-Dreijährige.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



