Radevormwald: Immer mehr wollen sich impfen lassen
zuletzt aktualisiert: 06.11.2009Radevormwald (RPO). Zur Ruhe kommt Thomas Bauer, Leiter des Ärztlichen Dienstes beim Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises, zurzeit kaum. Er ist für die Impfstofflogistik zuständig und verteilt die Dosen auf die Kommunen. "Das Telefon klingelt ständig", berichtet er. Immer mehr Leute wollen sich gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Auch in Radevormwald. Alle elf Impfärzte haben bislang insgesamt 1350 Impfdosen bestellt, weitere 150 stehen für die nächste Woche bereit. Von einem Engpass könne noch nicht die Rede sein. "Die Ärzte sind gut ausgelastet und versuchen gestaffelt vorzugehen, um möglichst zunächst die Risikopatienten zu erreichen", sagt Bauer. Oberberg erhalte pro Woche 5500 Impfdosen, die in Zehnerpackungen verteilt werden und beim Arzt sofort verbraucht werden müssen, sobald er sie geöffnet hat. "Wer nicht zu einer Risikogruppe zählt, sollte sich noch etwas gedulden. Wir bekommen den Impfstoff über 14 Wochen", beruhigt Bauer. Die Verteilung werde genau kontrolliert und entsprechend der Anzahl an Einwohnern pro Kommune gerecht verteilt.
Vor zwei Tagen besuchte Bauer die Bergische Apotheke in Radevormwald, die den Impfstoff an die elf Impfärzte ausliefert. "Da habe ich einem Kinderarzt sogleich zusätzliches Spritzenbesteck mitgebracht, denn Kinder kriegen nur eine halbe Ampulle, da reichen also zehn Impfdosen für 20 Kinder, mithin braucht der Kollege mehr Spritzen", erklärt Bauer. Die Koordinierung der Impfstoffverteilung sei ein hoher logistischer Aufwand.
Da das Bürgertelefon des Kreises unter % 02261 887766 kaum noch still steht, wird die Hotline ab sofort umgeschaltet. Anrufer werden auf Wunsch direkt zum richtigen Ansprechpartner vermittelt.
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