Radevormwald: Impfstoff – kein Engpass, aber Wartezeiten möglich
VON JOACHIM RÜTTGEN - zuletzt aktualisiert: 12.11.2009Radevormwald (RPO). In Radevormwald sind weitere Schüler an der Schweinegrippe erkrankt. "Das sind aber nur vereinzelte Fälle, überhaupt nichts Dramatisches, und es sind keine kompletten Schulklassen betroffen", sagte Dr. Thomas Bauer, Leiter des Ärztlichen Dienstes des Gesundheitsamtes des Oberbergischen Kreises. Die Abteilung Infektionsschutz und Umwelthygiene beobachte die Lage genau. Für Panik gebe es keinen Anlass. "Wir gehen mit der Situation so um wie bei der saisonalen Grippe", sagte Bauer.
Die Verteilung des Impfstoffes für die Schweinegrippenimpfung in der Bergstadt läuft "anstrengend, aber reibungslos", wie Apotheker Dr. Ralph Bültmann von der Bergischen Apotheke mitteilt. Sie ist in Rade für die Lieferung des Impfstoffes an die Arztpraxen zuständig. Einen Engpass gebe es noch nicht. "Alles, was wir bekommen, geht sofort wieder raus", meint er.
Bislang hat die Bergische Apotheke 1500 Impfdosen ausgeliefert. "500 kommen noch im Laufe dieser Woche vom Gesundheitsamt, bis auf 40 sind aber auch diese bereits alle vorbestellt", sagt Bültmann. Die Ärzte, die ihren Bedarf beim Gesundheitsamt anmelden, müssten also nicht lange auf den Impfstoff warten. "Nicht so wie in anderen Bundesländern. Da habe ich von Kollegen abenteuerliche Geschichten über die Verteilung des Impfstoffs gehört", sagt Bültmann. In Radevormwald laufe seiner Ansicht nach "alles rund". Allerdings, so die Erfahrung einiger Radevormwalder, gibt es Wartelisten in den Impfpraxen, so dass eine Impfung oft nicht vor Dezember möglich ist.
Mittlerweile sind im Oberbergischen Kreis seit Ausbruch der Influenza H1N1 bis gestern 111 Menschen erkrankt – darunter 15 in Radevormwald.
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