Radevormwald: Kommentar: Geld geht baden
zuletzt aktualisiert: 12.11.2008 - 13:32Radevormwald (RPO). Mit der Bäder GmbH in die Insolvenz gehen, war eine Variante, die andere ist, sich höher zu verschulden. Bei einer Insolvenz wären die Stadtwerke-Anteile, die in der Bäder GmbH stecken, verloren. Die Stadt würde massiv Eigenkapital verlieren.
In einer prekären Situation, in der die Schuldenlast für das „life-ness“ sprunghaft von 3,5 auf 5,5 Millionen Euro angestiegen ist, ist die Neuverschuldung die bessere Wahl. Wenngleich es soweit nicht hätte kommen dürfen, immerhin bürgt die Stadt, somit jeder Bürger ab sofort mit je 225 Euro für das „life-ness“. Die Altlasten eingerechnet steht jeder mit 510 Euro in der Schuld. Immerhin aber: Der Aufsichtsrat steht so fest hinter seinem Projekt, dass er das Schuldenproblem als lösbar einstuft.
Die Schuldigen müssen gesucht werden. Im Unternehmen, im Aufsichtsrat und bei den Externen. Man hat nicht, fehlerhaft oder einfach oberflächlich über das Millionenprojekt gesprochen - richtig informiert hat man sich gegenseitig jedenfalls nicht. Der nächste, der auf verlässliche Informationen bauen muss, ist Bürgermeister Korsten. Er muss im Rat über das „life-ness“ berichten und war vor der entscheidenden Aufsichtsratssitzung in Urlaub gefahren.
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