Radevormwald: Neue Kritik am "life-ness"-Zuschuss
zuletzt aktualisiert: 09.02.2010Radevormwald (RPO). Jürgen Wustmann, sachkundiger Bürger der FDP im Ausschuss für Eigenbetriebe und Beteiligungen, kritisiert die Entscheidung des Jugendhilfeausschusses, dem "life-ness" pro Jahr 60 000 Euro aus der Jugendhilfe für die Nutzung der Indoor-Spielhalle zukommen zu lassen. Die Stadt bestimme weiter die Geschicke im "life-ness", meint Wustmann.
Als weiteren Zuschuss verbuchen
Bei den ersten Umbauplänen seien 60 000 Euro für die Nutzung der Jugendlichen beschlossen worden. Die Kostenberechnungen ergaben, dass die Halle kleiner gebaut wurde. Also hätte man den Betrag aus den Mitteln der Jugendhilfe auf maximal 30 000 Euro kürzen müssen. Die restlichen 30 000 Euro könne man als weiteren Zuschuss verbuchen. Dieses Geld stehe der Jugendarbeit zu.
Das Bad würde von der Stadt jedes Jahr mit 500 000 Euro und dem Gewinn der Stadtwerke unterstützt – 800 000 bis 1,3 Millionen Euro. "Dann ist man noch auf 30 000 bis 60 000 Euro aus der Jugendarbeit angewiesen, um laut Bürgermeister die Pleite zu verhindern?", fragt Wustmann. Diese Abhängigkeit sei fragwürdig.
Das Geld sei besser in der Jugendarbeit angelegt als zur Finanzierung des "life-ness". Der Beitrag sollte auf seine tatsächliche Höhe reduziert werden und der Rest in die Jugendarbeit fließen. "Das ,life-ness' sollte mit den Stadtwerken verkauft werden, die Erlöse der Schuldentilgung zukommen. "Und die Stadt sollte sich ihren Kernkompetenzen zuwenden", schreibt Wustmann. Da seien genügend Probleme zu lösen.
Nicht vergessen werden sollte, die Verantwortlichen des "life-ness-Desasters" zu suchen. "Wenn man die Augen nicht verschließt, ergeben sich nicht so viele Varianten der Verantwortung."
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