Radevormwald: Neue Mensa feierlich eröffnet
VON HANNA KOCH - zuletzt aktualisiert: 19.11.2009Radevormwald (RPO). Das Gymnasium lud gestern zum Probe-Essen ein. 200 000 Euro hat der Bau gekostet. Dafür gab es Zuschüsse vom Land. Das ehrenamtliche Küchenteam kann nun jeden Mittag bis zu 300 Schüler versorgen.
Die neue Mensa
Ausstattung 80 Sitzplätze im Aufenthaltsraum. In der Küche professionelles Equipment, beispielsweise ein Konvektomat zum Dampfgaren.
Belieferung Das Mittagessen der Schüler liefert die Firma "apetito-catering".
Veranstaltungen Der Raum eigne sich beispielsweise für Klassentreffen, sagte Schulleiter Matthias Fischbach-Städing.
Die Schüler sind sich einig: Das Essen schmeckt super. "Die Ausstattung ist so gut, dass ich mich fast wie in einer Uni-Mensa fühle", sagt Elftklässlerin Mareike Fischer. "Und man wird auch wirklich statt", fügt Schülervertreterin Rebecca Irmer hinzu.
Gestern weihte das Theodor-Heuss-Gymnasium die neue Mensa ein. Eltern, Schüler und Bürgermeister Dr. Josef Korsten durften das Essen probieren. Es gab Hähnchen-Cordon-Bleu, die Vegetarier bekamen Spaghetti mit Broccoli-Käse-Soße. In dem großen Raum im Erdgeschoss finden bis zu 80 Schüler auf bunten Stühlen und an langen Tischen Platz. Weil zeitverzögert gegessen wird, können nun jeden Mittag bis zu 300 Schüler verköstigt werden. "Das ist auch dringend notwendig, denn wer Nachmittagsunterricht anbietet, muss auch für die Verpflegung sorgen", sagt Schulleiter Matthias Fischbach-Städing.
Den steigenden Anforderungen habe die Caféteria, die seit 2004 die Schüler versorgte, nicht mehr Rechnung tragen können. 200 000 Euro hat die neue Mensa gekostet, die Hälfte trug das Land NRW im Rahmen des "1000-Schulen-Programms". Die Stadt beteiligte sich mit 100 000 Euro.
Seit den Sommerferien gebaut
Erst Ende April hatte die Kommunalaufsicht Gummersbach der Stadt erlaubt, das Geld bereitzustellen. Seit den Sommerferien liefen die Bauarbeiten. Dabei wurde nicht nur der Aufenthaltsraum neu gestaltet, die Mensa bekam auch eine eigene Küche. Betrieben wird sie von ehrenamtlichen Helfern: 56 Frauen und zwei Männer sorgen im Schichtdienst für die Verpflegung der Kinder. Mittags wird die Schule durch eine Catering-Firma beliefert, das Essen muss in der Küche nur gegart werden. "Aber morgens und nachmittags bieten wir eigene Gerichte und Snacks an", erzählt Gabriele Krombach-Richter, Leiterin des Küchenteams.
Ein Mittagsmenü für drei Euro besteht aus dem Hauptgericht, dazu kommen eine Nachspeise und ein Getränk. Der günstige Preis wird nicht nur durch die vielen freiwilligen Helfer möglich, sondern auch durch gute Planung: Schon im Vorfeld gehen Listen durch die Klassen, auf denen sich die Schüler eintragen. "So haben wir kaum Überschuss", erläutert Krombach-Richter. Die Schüler dürfen auch Vorschläge machen, welches Essen auf dem Menüplan stehen soll.
Aber: "Hamburger wird's auch in Zukunft nicht geben", stellt die Küchenchefin klar. Denn die Mensa biete prinzipiell nur gesundes Essen an. Und wenn es nach Schulleiter Fischbach-Städing geht, wird hier in Zukunft nicht nur gegessen: "Die Mensa soll ein Ort der Begegnung sein", sagt er. Erste Veranstaltungen seien bereits geplant.
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