Radevormwald: Realschule – Roboter-AG auf Platz eins
VON JOACHIM RÜTTGEN - zuletzt aktualisiert: 15.12.2010Radevormwald (RPO). In der Champions-League spielen die besten Fußball-Teams aus Europa. Bei der "First Lego League" holte sich die Roboter-AG der Realschule jetzt Platz eins beim "Roboterspiel". Gestern stellten die Schüler das Projekt vor. Acht Wochen vor der Präsentation bekamen die zehn Jungen und Mädchen der Klassen sechs bis neun Aufgaben zugeschickt. Einmal wöchentlich traf sich die Gruppe, um Lösungen zu erarbeiten.
"Wir mussten den Roboter so programmieren, dass er die Aufgaben lösen konnte", erklärt Maximilian Schmidt. Angeleitet wurden die Technikbegeisterten von Matthias Dahm, Lehrer für Mathematik, Informatik und Physik, sowie von einem Vater. Michael Schmidt unterstützte die Roboter-AG tatkräftig.
"Der Wettbewerb will die Teamfähigkeit überprüfen. Es gibt Forschungsaufträge, und das Design des Roboters wird bewertet", sagt Dahm. Das Programmieren war nach Ansicht der Schüler das Schwierigste. "Der Roboter darf gegen keine Hindernisse fahren", erläutert Marvin Wöhler. Präzision, Konzentration und Teamfähigkeit würden so gefordert.
Die Roboter-AG ist Bestandteil des "MINT-Projekts" an der Realschule, dass sich den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik widmet. "Wir möchten daran mitarbeiten, dass Deutschland nicht in eine Versorgungslücke steuert, was das technisch ausgebildete Personal angeht", sagt der zweite Konrektor, Klaus Peter Wirth. Die Realschule wolle ihren Beitrag dazu leisten, die Anforderungen aus Gesellschaft und Industrie zu erfüllen. "Wir nehmen die Aufgabe als Schule wahr und stellen uns bewusst breit auf", sagt er. Deshalb hat sich die Einrichtung als "Mint-Schule" beworben. Dazu hat der Unternehmerverband NRW einen Wettbewerb ausgeschrieben. Am Montag inspizierten zwei Jurymitglieder die Schule und ließen sich über das Leistungsspektrum informieren. Die Entscheidung, ob die Realschule eine Mint-Zertifizierung erhält, fällt im Januar.
Schüler gut vorbereiten
"Die Bewerbung ist Ansporn, uns selbst bewusst zu machen, was wir für Angebote im technischen Bereich haben", sagt Wirth. Im naturwissenschaftlichen Bereich sei die Schule stark. In der Informatik sorge sie für eine Grundbildung aller Schüler, und Leistungskurse gebe es für Technik, Informatik und Biologie. "Wir wollen unsere Schüler gut vorbereiten", sagt Wirth.
Dazu zähle die Kooperation mit Kuhn Edelstahl. Der Technikkurs der neunten Klasse werde in der firmeneigenen Lehrwerkstatt in der Metallverarbeitung gefördert. Mit dem "Mint-Projekt" sollen vor allem auch die Mädchen gefördert werden, denn die sind zurzeit in den Technik- und Informatik-Kursen noch unterrepräsentiert.
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