Radevormwald: "Rund um Köln" – nichts mehr aus Köln gehört
zuletzt aktualisiert: 07.02.2012Radevormwald (RP). Ursprünglich hatten die Verantwortlichen des Profi-Radrennens "Rund um Köln" (zweiter Osterfeiertag, 9. April) Radevormwald mit einbezogen. Bei der Vorstellung der vorläufigen Strecke war eine Schleife über Hönde und Rädereichen vorgesehen.
Bei der endgültigen Festlegung mit Start in Hückeswagen ist die Stadt bis auf ein paar hundert Meter entlang der Bever-Talsperre rausgefallen.
Kontakte zu Artur Tabat
Auf Anfrage der BM erklärte gestern Rainer Meskendahl als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG), dass es im Herbst Kontakte zu Rennorganisator Artur Tabat gegeben habe. Der habe für verschiedene Optionen seine finanziellen Vorstellungen kundgetan. Die Stadt habe im Gegenzug ihre "finanziell weniger umfangreichen" Möglichkeiten offenbart. "Mehr konnten wir nicht anbieten. In einer Mail hat uns Tabat mitgeteilt, dass das nicht ausreiche", sagte Meskendahl. Von diesem Zeitpunkt an habe es keinen Kontakt mehr zu Tabat gegeben.
Andere Informationen gehen aus dem Heft "Rader LokalZeit" hervor, mit dem sich die Stadt für Mittel aus dem Landesprogramm "Ab in die Mitte! Die City-Offensive NRW" erfolgreich beworben hat. Da zählt das Radrennen zu den wichtigsten Veranstaltungen des Jahres 2012 – Federführende sollten für eine Sprintwertung auf der Telegrafenstraße die WFG und die Werbegemeinschaft "Rade lebt" sein.
"Wir haben uns um eine Summe von insgesamt 89 000 Euro beworben", sagte Meskendahl. Den Zuschlag habe die Stadt vom Land schließlich für 40 000 Euro erhalten – mit einer 30-prozentigen Eigenbeteiligung.
In der Bewerbung habe das Radrennen – wie auch der Karnevalsumzug und neun andere Veranstaltungen – zu den Terminen gehört, die in Eigenregie organisiert werden könnten, wenn das Geld vom Land nicht ausreicht.
2008 – "Beine hochgenommen"
In diesem Zusammenhang erinnerte Meskendahl noch einmal an die Sprintwertung während der Deutschland-Tour im September 2008 am Bürgerhaus. Damals hatten Sponsoren geholfen, die Wertung nach Rade zu holen, die Profis waren später bei der Durchfahrt aber nicht gesprintet, sondern hatten auf der langen, geraden Stelle auf dem Weg nach Neuss die "Beine hochgenommen". "Das kann man Sponsoren nur schwer erklären", sagte Meskendahl.
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