Radevormwald: Schlossmacher vor Kaiserstraße
VON WOLFGANG SCHOLL - zuletzt aktualisiert: 22.02.2012Radevormwald (RP). UWG und CDU beantragen, die Sanierung des Schlossmacherplatzes vorzuziehen, um Gefahren durch die defekte Oberfläche zu verhindern. Dezernentin Julia Gottlieb prüft das Anliegen. Baubeginn am Markt ist am 2. April.
Gefährdungen für die Bürger durch eine teilweise unebene Oberfläche haben die UWG-Fraktion bewogen, mit einem Antrag neue Prioritäten bei der Umgestaltung der Innenstadt zu setzen. Sie fordern nach der Erneuerung des Marktplatzes im unmittelbaren Anschluss 2013 die Sanierung des Schlossmacherplatzes. Diese ist erst für das Jahr 2015 vorgesehen.
Einen Antrag mit vergleichbarem Inhalt hat auch die CDU gestellt. Es mache wenig Sinn, zuerst die Kaiserstraße zu sanieren und anschließend mit schweren Baufahrzeugen über die sanierte Straße zu fahren, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Christian Viebach. Mit Blick auf den schlechten Zustand der Oberfläche ergänzt er: "Es ist regelmäßig nötig, Geld zu investieren. Das sind Ausbesserungskosten, die wir sparen können."
Grundsätzlich nachvollziehbar
Die Technische Dezernentin Julia Gottlieb, die jeweils frühzeitig die Förderanträge an das Land stellen muss und die die Planungen überwacht, erklärt dazu, dass sie das Ansinnen der Anträge nachvollziehen kann. Ein Vorziehen berge aber eine Menge an Planungsarbeit, die erst für einen späteren Zeitpunkt geplant ist. Sie will deshalb dazu in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 7. März Stellung beziehen.
Sie erklärt, dass auch für den Schlossmacherplatz genaue technische Planunterlagen abgegeben werden müssen und vorher die Bürger durch eine Versammlung einbezogen werden müssen. Außerdem seien die einzelnen Bauabschnitte mit mehreren Grundstückseigentümern (Passage und Tiefgarage) abzusprechen, da diese sich beteiligen müssten.
Markt: Vergabe Ende Februar
Für den Marktplatz rückt der Baubeginn näher. Die Arbeiten soll der Bauausschuss am 28. Februar vergeben. "Danach werden wir im März mit dem beauftragten Unternehmen den Arbeitsplan abstimmen und die Bürger informieren", sagt Gottlieb. Baubeginn soll am Montag, 2. April, sein. In Planung ist dazu eine Stadtteilzeitung, in der der Bauzeitenplan auch bildlich dargestellt ist. Die Dezernentin geht davon aus, dass neben dem Schützenfest auch die Pflaumenkirmes im September an einem anderen Ort stattfindet. Bis zur kalten Jahreszeit im November soll die Baustelle Vergangenheit sein.
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