Radevormwald: Schwungvolle Galasitzung
VON ANTJE DAHLHAUS - zuletzt aktualisiert: 16.02.2009Radevormwald (RPO). Mit der traditionellen Galasitzung der Radevormwalder Karnevalsgesellschaft (RKG) Rot-Weiß begann am Samstag die "heiße Phase" des Bergstadt-Karnevals. Die närrischen Besucher bekamen eine tolle Show geboten.
Auch wenn der Saal nicht ganz so voll besetzt war wie im vergangenen Jahr: Pünktlich zum Einmarsch des Elferrats mit kleiner Tanzgarde stieg die Stimmung bei der Galasitzung der RKG. Das lag vor allem an einem Programm, dass mit sehr starken Auftritten startete. Den Tänzen der Garden unter der Leitung von Simone Barone folgten die "Tanzenden Sterne", Die Formation aus dem Hunsrück " war zum zweiten Mal zu Gast in der Bergstadt und zeigte bei ihren schottisch geprägten Showtänzen auch beeindruckende akrobatische Einlagen.
Gut für die "Höhenflüge" vor begeistertem Publikum, dass die Grundschule Stadt vergleichsweise hohe Decken hat. Auch Saalpräsident Werner Grimm zollten den Pfälzern Respekt und verwies darauf, dass die Formation Deutscher Meister im Showtanz war.
Die "heiße Phase"
Nach Galasitzung und Kinderkarneval blickt die RKG schon auf die nächsten Einsätze: Weiberfastnacht erhalten die Schulen Besuch von einer RKG-Abordnung, außerdem steht der Sturm aufs Rathaus an. Höhepunkt der Session ist der Umzug am kommenden Samstag, der um 14.11 Uhr auf dem Festplatz startet.
Nach dem von Jubelrufen begleiteten Auftritt hatten es nachfolgende Akteure schwer. Mühelos gelang es jedoch dem 25 Mann starken Trompetenkorps "Eefelkalk" an diese Leistung anzuknüpfen. Passend zu den RKG-Farben ebenfalls in Rot-Weiß gekleidet, waren die "Eefelkalker" schon optisch Bühnen füllend. Musikalisch zwischen "Blues Brothers" und "Viva Colonia" Zuhause, brachten sie den Saal zum Schunkeln. Dafür erhielten sie verdient den Sessionsorden.
Bevor Bauchredner Rocky mit seinem schwarzem Plüschvogel für Heiterkeit sorgte, gab es zwischenzeitlich Gelegenheit, befreundete Karnevalsvereine wie die "Wupperkosaken" und die KG Wüstenjungs (beide Wuppertal) oder die KG Gelbe Funken aus Solingen zu begrüßen. Ebenfalls begrüßt wurde Ehrenvorsitzender Lothar Betz, der nach schwerer Erkrankung wieder auf dem Weg der Besserung ist.
Für den gebürtigen Wermelskirchener Markus Homburg war seine Einlage als Stimmungssänger im Bergischen fast schon ein Heimspiel. Ihm folgte Büttenredner Willi Armbrüster (Königswinter), bevor es beim Showtanz "Navy" der mittleren Garde maritime Klänge gab.
Optisch nur mäßig reizvoll präsentierte sich das Männerballett Remscheid, das als "Indianerstamm" die Hüllen fallen ließ. Warum es dabei von einer hochhackigen Krankenschwester flankiert wurden, darüber durfte spekuliert werden. Mit dem Showtanz "Boney M" und einer Gesangeinlage des Wuppertaler Prinzenpaares näherte sich das fast fünfstündige Programm dem Ende. Den musikalischen Ausklang übernahm das "Duo Moonlight" aus Hagen.
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