Radevormwald: Senioren wollen Wissen weitergeben
VON TABINA HÖVER - zuletzt aktualisiert: 09.03.2007Radevormwald (RPO). Landrat Hagen Jobi hat elf Männer und Frauen aus Rade und Wiehl darin bestärkt, ihr Wissen aus dem Berufsleben an die nächsten Generationen weiterzugeben. Am Mittwoch startete ihre Ausbildung zum Seniorentrainer. Ein Bewerber kann in Radevormwald noch dazustoßen.
Das Programm „Erfahrungswissen für Initiativen“ (EFI) der Städte Radevormwald und Wiehl ist am vergangenen Mittwoch gestartet worden. Zum Auftakt trafen sich elf von 14 künftigen Seniorentrainern im Kreishaus Gummersbach. Gabriele Mahnert, die Projektkoordinatorin für Radevormwald und Mitarbeiterin des Vereins „aktiv55plus“, freute sich über die „positive Resonanz“: „Viele Teilnehmer haben schon klare Vorstellungen für etwaige Projekte.“
Jeweils sieben Senioren aus Rade und Wiehl werden bis Ende Juni geschult in den Fragen: Wie wird Wissen vermittelt? Wie werden Projekte organisiert und Konflikte bewältigt? Im Anschluss erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat, das sie befähigt, als „Seniorentrainer“ ihre Erfahrung und ihr Wissen aus dem Berufsleben in Projekte einzubringen. So könnte beispielsweise ein ehemaliger Unternehmensberater ein Bewerbungstraining für Jugendliche anbieten.
Projekte in der Praxis
Die Fortbildung umfasst drei Blockwochenende, Praxisprojekte und Hospitationen sowie regelmäßige Gruppentreffen.
Termine für die Kursblöcke sind: 24. bis 26. April in Rade; 29. bis 31. Mai in Wiehl; 27. bis 29. Juni in Marienheide.
Interessierte melden sich unter Tel. 0 21 95 / 927 73 53 (Mahnert).
Sechs Teilnehmer „im Boot“
„Damit schlägt dieses Programm die Brücke vom traditionellen Ehrenamt zur tatsächlichen Nutzung vorhandener Kenntnisse und Fähigkeiten der Generation 55plus“, hebt Gabriele Mahnert hervor. Aus Rade seien schon sechs Teilnehmer „im Boot“, die ihr Erfahrungswissen für das Programm nutzbar machen wollen.
Rade ist zusammen mit Wiehl eine von 13 Kommunen in Nordrhein-Westfalen, die vom Landesministerium für Generationen und Familie für das Programm ausgewählt wurden. Landrat Hagen Jobi freute sich sehr darüber, „dass zwei Städte aus Oberberg an dem Programm teilnehmen“. Das Projekt sichere das Wissen, das die Ruheständler in einem ganzen Arbeitsleben erworben hätten.
Die in Rade etablierte Seniorenarbeit von „aktiv55plus“ soll mit der Teilnahme an diesem Projekt ausgebaut werden. Bürgermeister Dr. Josef Korsten ist sich sicher, dass damit ein wesentlicher Beitrag geleistet wird, um das Zusammenleben „für alle Generationen attraktiver zu gestalten“. Mahnert, die das Programm und die Teilnehmenden für die nächsten drei Jahre betreut und unterstützt, wünscht sich, dass sich auch für die nächsten Runden des Programms je sieben engagierte Ehrenamtliche finden werden. Anmeldungen können ab diesem Sommer abgegeben werden. Und: Für dieses Jahr ist auch noch ein Platz in Rade frei. Angesprochen sind Männer und Frauen, die im Ruhestand sind, bald aus dem Berufsleben ausscheiden, die aktive Familienphase beenden oder bereits erfahrene Ehrenamtliche sind.
Erfahrungen vermitteln
In jedem Fall warten vielfältige Aufgaben darauf, in Angriff genommen zu werden. Zielsetzung ist es, dass die Teilnehmer in die Lage versetzt werden, ihr Erfahrungswissen den jüngeren Generationen praxisgerecht zu vermitteln.
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