Radevormwald: Unterschiedliche Zeugnisse
VON WOLFGANG SCHOLL - zuletzt aktualisiert: 03.02.2012Radevormwald (RP). Die Lehrer und Rektoren der fünf Grundschulen haben in diesen Tagen die Aufgabe, für die einzelnen Jahrgangsstufen unterschiedliche Zeugnisse zu schreiben. Erneut werden Veränderungen möglich sein.
Empfehlung für Eltern
Die Schüler der vierten Klassen erhalten in der kommenden Woche ihre Zeugnisse mit Noten und einer Empfehlung für eine weiterführende Schule.
Die Empfehlung ist nicht bindend.
Anmeldungen für die weiterführenden Schulen: Mo., 13. bis Mi., 15. Februar, 15 bis 18 Uhr: Geschwister-Scholl-Schule, Hermannstraße 21; Realschule, Hermannstraße 26, Theodor-Heuss-Gymnasium, Hermannstraße 23.
Der Tag des Zwischenzeugnisses am kommenden Freitag, 10. Februar, weckt bei vielen Schülern und Eltern Erwartungen, bei anderen birgt er die Gefahr von Enttäuschungen. Da in den Grundschulen Lehrer und Eltern in der Schulkonferenz über die Beurteilungen für die Klassen drei und vier mitentscheiden können, unterscheiden sich die Zeugnisse von Schule zu Schule.
Sozialverhalten überall bewertet
In den Klassen eins und zwei gibt es Beurteilungen, die ersten Zeugnisse mit Noten gibt es mit der Versetzung am Ende der Klasse zwei. Zur gestern vom Land angekündigten Regelung, dass bis zum Ende der Klasse drei demnächst jede Schule entscheidet, ob sie Noten vergibt, sagen alle Schulleiter, dass sie die Ausformulierung des Erlasses erst einmal abwarten. Für Viertklässler gibt es Noten und eine nicht mehr bindende Empfehlung für eine weiterführende Schule.
Alle fünf Grundschulen haben sich in der Schulkonferenz dafür ausgesprochen, das Arbeits- und Sozialverhalten in das Zeugnis mit aufzunehmen. "Dadurch wissen Schüler und Eltern, woran sie sind", sagt Jürgen Walter, Leiter der Grundschule Blumenstraße.
Darauf legt auch die Grundschule Stadt, so Leiter Volker Totzek, als ergänzende Information zu den detailliert dargestellten Leistungen in den einzelnen Fächern, besonderen Wert. So kann es im Zeugnis beispielsweise heißen: "Du bist hilfsbereit und hast Klassendienste übernommen". Weitere Informationen gibt es zur Bearbeitung der Hausaufgaben und zur Beteiligung am Unterricht.
Eltern wollen Noten
Noten und Beurteilungen, zum Teil in Rasterform mit angekreuzten Detailinformationen gibt es für die Schüler an der Katholischen Grundschule Lindenbaum und der Grundschule Bergerhof. "Die Eltern sind oft diejenigen, die Noten haben wollen", sagt Rektorin Sonja Ebbinghaus und gibt auch die Erfahrungen der Kollegen wieder. Bei den Pädagogen seien die Auffassungen zu Noten sehr unterschiedlich. Das weiß auch Rainer Schaumburg, Rektor der GGS Wupper. "Kinder wollen gute Noten", sagt er. Bei schlechten Noten verschwände das Blatt oft sofort in der Tasche. Ohne Aufarbeitung drohe der Verlust des Selbstbewusstseins.
Bis zu sechs DIN-A4-Seiten umfasst ein Zeugnis in Rasterform an der GGS Bergerhof, sagt Ebbinghaus. Im Gegensatz dazu einen Fließtext können zum Beispiel die Schüler der Drittklässler der Grundschule Wupper erwarten. Da die Zeugnisse beider Schulen unterschiedlich sind, die Schulen ab Sommer aber einen Verbund bilden, muss dieses Thema demnächst angesprochen werden, sagen Ebbinghaus und Schaumburg.
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