Radevormwald: Weniger Arbeitslose
zuletzt aktualisiert: 01.10.2009Radevormwald (RPO). Im ersten Monat nach den Sommerferien hat sich der Arbeitsmarkt in der Region relativ normal entwickelt. Mit dem Beginn von betrieblichen sowie schulischen Ausbildungen ging die Zahl der arbeitslosen Unter-25-Jährigen zurück.
In Radevormwald sind jetzt noch 968 Menschen ohne Arbeit, hat die Arbeitsagentur in Bergisch Gladbach gestern mitgeteilt. Das sind 46 Arbeitslose weniger als im August.
Im Oberbergischen Kreis fanden im September 2009 wieder mehr Arbeitslose eine neue Stelle als im August oder September 2008. Auch in Radevormwald, Wipperfürth sowie Hückeswagen konnten mehr Männer und Frauen eine neue Stelle antreten (184) als entlassen wurden (169). Da gleichzeitig auch 194 Personen in eine betriebliche Ausbildung oder eine Bildungsmaßnahme wechselten, sank die Zahl der Arbeitslosen im September um 119 oder 5,0 Prozent auf 2271. Das waren aber noch 491 oder 27,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote im Kreisnorden betrug 6,9 Prozent nach 7,3 im Vormonat und 5,4 Prozent im Vorjahr. Obwohl die Anzahl der arbeitslosen Berufsanfänger im September um 48 oder 12,5 Prozent auf 337 gesunken ist, lag sie noch um 132 oder 64,4 Prozent "sehr deutlich" über dem Stand vom vorigen Jahr, was "ein Zeichen für die tiefen Spuren ist, die die derzeitige Wirtschaftskrise auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen hat".
Die Anzahl der arbeitslosen Männer und Frauen sank in Radevormwald um 46 oder 4,5 Prozent auf 968. Der Vorjahresstand wurde dabei aber um 237 oder 32,4 Prozent überschritten. 414 Arbeitslose zählten zu den Kunden der Agentur für Arbeit und 554 wurden durch die Arge, die Arbeitsgemeinschaft von Agentur und Stadt, betreut, 26 weniger als vor vier Wochen, aber 97 mehr als vor einem Jahr.
Einzelne Betriebe optimistischer
"Der aktuelle Rückgang der Arbeitslosenzahl wurde in erheblichem Umfang durch rechtliche Sondereinflüsse geprägt. Die etwas vermehrten Arbeitsaufnahmen zeigen immerhin, dass vereinzelt Betriebe etwas optimistischer ihre künftige Entwicklung einschätzen. Dies bedeutet aber noch keine Trendwende, denn die Auftragsausstattung weiter Teile der hiesigen Wirtschaft ist nach wie vor unzureichend", erklärte Stefan Krause, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Bergisch Gladbach, zu der Leverkusen, der Oberbergische und Rheinisch-Bergische Kreis gehören. In dieser Region sank die Anzahl der Arbeitslosen um 1001 oder 3,5 Prozent auf 27 526. Der Vorjahresstand wurde aber um 2172 oder 8,6 Prozent überschritten. Die Arbeitslosenquote sank auf 7,5 Prozent nach 7,8 im August und 6,9 im Vorjahr.
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