Radevormwald: Zusatzrente wäre eine freiwillige Ausgabe
zuletzt aktualisiert: 15.10.2009Radevormwald (RPO). Die Stadt Hückeswagen hat für ihre Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr als kleines Dankeschön eine zusätzliche Altersversorgung abgeschlossen. In Radevormwald dagegen sieht es derzeit nicht so aus, dass die Stadt nachzieht, berichtet Wilfried Fischer als Chef der Freiwilligen Feuerwehr.
Vorgesehen sind in der Schloss-Stadt pauschal 200 Euro pro Jahr und Mitglied der Wehr. Die darüber erworbenen Rentenansprüche werden nach Erreichen der Altersgrenze ausgezahlt. "Wir haben auch bei uns schon mal über das Thema gesprochen, es angesichts der Finanzen der Stadt aber zurückgestellt", sagt Fischer.
Grundsätzlich findet er die Idee gut, er sieht derzeit für die Stadt aber keine Möglichkeiten, weil sie unter Haushaltssicherung steht und diese Beiträge als freiwillige Leistung im Sinne des Haushaltsrechts anzusehen sind. Die Landesregierung prüft derzeit, sagt Fischer, ob die Kommunen nicht verpflichtet werden sollen, eine Zusatzversicherung abzuschließen. Das Land müsse dann auch entscheiden, nach welchen Kriterien die Ehrenamtlichkeit bemessen wird. Auch Mitglieder der DLRG oder des DRK arbeiten ehrenamtlich für die Allgemeinheit, "das gilt aber zum Beispiel auch für Sportvereine", sagt Fischer.
Sonderkonditionen für "life-ness"
Während Hückeswagen eine Pauschale pro Mitglied der Wehr bezahlt, ist Hürth den Weg gegangen, die Tätigkeiten der Feuerwehrleute und den Arbeitseinsatz zu bewerten und danach die Höhe der Zusatzrente zu bemessen. Bis zu einer gesetzlichen Regelung möchte Wilfried Fischer für die Radevormwalder Wehr den Weg weitergehen und versuchen, Sonderkonditionen für das "life-ness" zu erreichen. Vor einiger Zeit hatte sich Fischer für einen günstigeren Eintritt und eine Eigenbeteiligung der Feuerwehrkameraden ausgesprochen. "Ich glaube, eine Eigenbeteiligung wäre ein weiterer Anreiz, die Angebote auch wirklich anzunehmen", sagt Fischer.
Er möchte in den kommenden Wochen weitere Gespräche mit der Stadt- und Verwaltungsspitze zu diesem Thema führen.
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