Remscheid: 2486 Stimmen für Goldenberg
VON HENNING RÖSER - zuletzt aktualisiert: 29.05.2010Remscheid (RPO). Vertreter der Grundschule übergaben der Oberbürgermeisterin Unterschriftenlisten, die gegen die Schließungspläne gesammelt wurden. Weil die Pläne vorerst vom Tisch sind, war die Stimmung entspannt.
Lüttringhausen 2486 Unterschriften für den Erhalt der Grundschule Goldenberg hat Schulleiter Jürgen Gottmann zusammen mit Eltern und Schülern gestern Morgen im Rathaus an Oberbürgermeisterin Beate Wilding übergeben. Wilding lobte das Engagement der Bürger und sagte zu, den Schulausschuss und den Rat von den Unterschriften in Kenntnis zu setzten.
Dass die Gesprächssituation im Rathaus relativ entspannt war, liegt an der Entwicklung der vergangenen Wochen. Nach massiven Protesten der Schulgemeinde gegen die im Sparpaket der OB vorgeschlagene Schließung der Grundschule, hatte die Ratsmehrheit aus SPD, Grünen und FDP angekündigt, den Bestand der Schule über einen Schulverbund zu sichern. Diese Lösung hatte auch die Schule unter anderem in der Bürgerversammlung zum Sparpaket selber vorgeschlagen.
Schulverbund
Vorschlag Die Schulkonferenz präferiert einen Verbund mit der GGS Siepen. Möglich wäre aber auch ein Verbund mit der GGS Adolf-Clarenbach.
Vorteile Beide Schulen haben Montessori-Abteilungen, es gibt eine größere räumliche Nähe. Die Schule sei "nahezu noch per Fuß zu erreichen", heißt es.
"Ein paar Jahre Ruhe"
Da die Unterschriftenaktion schon vor der Pressekonferenz der "Ampel" Ende März angelaufen war, "wollten wir die Sache auch ordentlich zu Ende bringen", sagte Gottmann der BM. "Im Mai haben wir dann keine Unterschriften mehr gesammelt".
Sollte der Vorschlag der Ratsmehrheit in der entscheidenden Ratssitzung am 8. Juli tatsächlich beschlossen werden, "haben wir vielleicht ein paar Jahre Ruhe", hofft Gottmann. Das sei auch ein klarer Erfolg des Kampfes für die Goldenberger Schule, "Das hat uns auch die OB bestätigt."
Sollten die Schülerzahlen in Remscheid weiter rückläufig sein, werde die Diskussion über Schulschließungen erneut losgehen, sagt Gottmann nüchtern. "Wir verstehen, dass eine Stadt dann reagieren muss."
Für alle Politiker, die über den 8. Juli hinaus denken, hat die Schulkonferenz daher in dieser Woche eine Stellungnahme beschlossen, die nicht nur den Rat um eine "zeitnahe Entscheidung" über die Bildung des Schulverbundes bittet, sondern auch einige grundsätzliche Argumente für den Grundschul-Standort Goldenberg liefert.
So habe die Schule in den letzten 15 Jahren eine hohe Konstanz bei den Anmeldezahlen vorzuweisen, die immer zwischen 140 und 150 Schülern lagen. Auch nach dem Wegfall der Schulbezirksgrenzen blieben die Zahlen stabil. 40 Prozent der Schüler kommt aktuell aus anderen Stadtbezirken. Die Schule Goldenberg ist beliebt.
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