Remscheid: Alleestraße – zehn Bäume können leuchten
VON ALEXANDRA KEMP - zuletzt aktualisiert: 29.08.2008Remscheid (RPO). Zehn Einzelhändler haben sich bislang dazu bereit erklärt, die Kosten für die Beleuchtung je eines Baumes auf der Alleestraße zu übernehmen. Das berichtet Optiker Frank Berghoff, der zugleich Mitglied des Marketingrates Innenstadt ist. Berghoff hatte sich bei dem Thema „Weihnachtsbeleuchtung“ als Pionier hervorgetan und bereits einen Baum vor seinem Geschäft mit neuen LED-Lichterketten versehen lassen. Dienstagabend wurde die Beleuchtung zu Demonstrationszwecken probeweise eingeschaltet. Rund 20 Einzelhändler folgten der Einladung des Marketingrates und schauten sich den Baum an.
Aus Spargründen kann die Stadtverwaltung keinen Ersatz mehr für die teilweise defekte alte Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt leisten. Sie wird daher nicht mehr aufgehängt. Das Stadtmarketing schlägt stattdessen vor, dass die Händler bei der Finanzierung mithelfen. Für je 500 Euro sollen sie eigene LED-Lichterketten anschaffen und damit die insgesamt 88 Bäume an der Alleestraße zum Leuchten bringen. Die Montage übernimmt die Stadt. Rein rechnerisch ist das Vorhaben zu schaffen: Es gibt rund 100 Geschäfte entlang der Alleestraße.
Das Problem, dass in diesem Jahr die Einkaufsmeile in der City dunkel bleiben könnte, ist allerdings noch nicht allen Geschäftsleuten bekannt. Berghoff versucht daher, bei seinen Berufskollegen in Einzelgesprächen Begeisterung für das Thema zu wecken. „Wir sind überein gekommen, dass jeder von uns seine Nachbarn nochmal anspricht“, berichtet Berghoff vom Treffen am Dienstagabend.
Der Druck ist groß: Schon in zwei Wochen sollen die Lichterketten bestellt werden, gesammelt ist das billiger. Bei einer späteren Bestellung drohe außerdem die Gefahr, dass keine Ketten mehr auf Lager sind. „Doof wäre es, wenn die Beleuchtung entlang der Alleestraße Lücken hätte“, sagt Berghoff. Aber vielleicht motiviere ein uneinheitliches Bild ja auch die verbliebenen Händler, doch noch in die Tasche zu greifen und für (vor)weihnachtliche Stimmung zu sorgen.
Auch die Kunden könnten Bewegung in die Sache bringen, indem sie die Geschäftsinhaber auf die Lücken ansprechen, glaubt der Optiker. Außerdem sollen auch unter den Bürgern Spenden gesammelt werden. Berghoff freut sich, dass sich ein Anwohner der Alleestraße am Dienstagabend dazu bereit erklärt hat, ebenfalls die Kosten für einen Baum zu übernehmen. Schon zur Veranstaltung „essKULTour“ von Donnerstag bis Sonntag, 2. bis 5. Oktober, könnten die ersten Bäume leuchten, hofft Berghoff.
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