Kommentar: An der Realität vorbei geplant
VON HENNING RÖSER - zuletzt aktualisiert: 02.09.2010Kommentar (RPO). Mahnende Stimmen gab es im Vorfeld genug. Doch den Glanz, den das 40-Millionen-Invest am Bahnhof kurzfristig auf die arme Stadt Remscheid warf, wollten die Verantwortlichen bei der Stadt nicht durch das Nachdenken über Sicherheits-Konzepte trüben. Jetzt läuft die Stadt den Entwicklungen hinterher, muss notdürftig flicken, was bereits zu Bruch gegangen ist. Immerhin: das neue Konzept scheint Wirkung zu zeigen.
Dass Bahnhöfe auch immer soziale Brennpunkte sind, ist keine Neuigkeit. Ein Blick nach Wuppertal reicht da aus. Ganz vermeiden kann man störende Vorfälle nie. Wer allerdings erst nach der Eröffnung des Bahnhofes darüber nachdenkt, wie er Bürger und Gebäude schützt und ob man hier eine öffentliche Toilette aufstellen soll, hat seine Hausaufgaben nicht gemacht. Mit Spardruck ist das nicht zu erklären. Nachbessern ist meistens teurer.
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