Remscheid: Bald Startschuss in Güldenwerth
VON NATALIE DUDDA - zuletzt aktualisiert: 13.11.2007 - 15:48Remscheid (RPO). „Seit Jahren kümmern wir uns darum, aber es ist leider nicht so vorangegangen, wie wir uns das erhofft hatten“, sagt Baudezernent Helmut Kennepohl und meint damit den Bahnhof Güldenwerth. Der Bahnhof soll modernisiert und leichter zugänglich gemacht werden. So soll eine bessere Anbindung an den Stadtteil und den öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) erreicht werden.
Die Pläne stellte Gerald Hein vom Amt für Straßen und Brückenbau jetzt den Mitgliedern der CDU West vor. Neue Park&Ride-Parkplätze, Taxivorfahrten und vor allem ein Verbindungstunnel unter den Bahngleisen sollen geschaffen werden. Bis jetzt müssen die Bahnnutzer noch einen weiten Umweg machen, um auf den Bahnsteig zu gelangen. Durch einen Tunnel können die Reisenden bald von der Straße Güldenwerth schneller auf den Bahnsteig gelangen.
Voraussichtlich ab Sommer 2004 wird der zuständige Geschäftsbereich Station&Service der Deutschen Bahn mit dem Ausbau des Bahnhofs beginnen. Die Bahnsteighöhe soll auf 76Zentimeter erhöht werden, um einen einfacheren Einstieg zu ermöglichen. Weiter ist für den Sommer der Tunneldurchstich geplant. Die vorhandene Unterführung soll in Richtung der Straße Güldenwerth weitergeführt werden. Von dort wird dann eine Treppe hinaufführen.
Zu den Aufgaben, um die sich die Stadt kümmern muss, gehören eine behindertenfreundliche Rampe zusätzlich zur Treppe, außerdem ein Vorplatz, auf dem zwei Taxiplätze ermöglicht werden und neue Park&Ride-Plätze. Laut Plan soll damit im Frühjahr 2005 begonnen werden. Nur das Grundstück auf dem der Vorplatz, mit einer Wendemöglichkeit für den Bus, entstehen soll, muss die Stadt noch kaufen.
Zurzeit gibt es auf der Seite der Firma Hazet, also vor dem einzigen Eingang des Bahnhofs, einen Parkplatz für Pendler. Doch dieser ist nicht geordnet, die Autos parken „wie Kraut und Rüben“, beschreibt Kennepohl die Lage. Nach dem Umbau können hier 25 Stellplätze genutzt werden. Auf der anderen Seite, bei dem neuen Einstieg, sind weitere 55 geplant.
Die Maßnahmen, für die die Stadt verantwortlich ist, werden etwa 950000Euro kosten. Davon übernimmt 90Prozent das Land Nordrhein-Westfalen, die restlichen zehn Prozent werden über die Nahverkehrspauschale abgedeckt.
Der Bahnhof ist ein wichtiger Punkt der Verbindungsstrecke nach Düsseldorf und wird besonders in den Morgenstunden stark genutzt. Zur Regionale 2006 soll der Umbau abgeschlossen sein, hofft Kennepohl.
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