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Remscheid: Bebauung am Friedhof – Gemeinde wehrt sich

VON ALEXANDRA KEMP - zuletzt aktualisiert: 06.12.2008

Remscheid (RPO). Mehr und mehr unglücklich ist die Evangelische Kirchengemeinde Lennep über die Reaktionen auf ihre Baupläne am Friedhof Albrecht-Thaer-Straße. „Die gute Absicht der Kirchengemeinde wird von einigen Anwohnern nicht gesehen“, schreibt Gemeindereferent Rolf Haumann in einer Pressemitteilung.

In Zukunft werde in Lennep nicht mehr ausreichend Wohnraum für Senioren zur Verfügung stehen. Das habe eine Studie aus dem Jahre 2006 ergeben. Daher habe sich die Gemeinde mit der Thematik befasst und einen Bauplan für eine Senioren-Wohnanlage entwickelt, führt Haumann weiter aus. Dass sich um dieses Projekt nun immer mehr „verdrehte und halb wahre Behauptungen“ ranken, sei für die Gemeinde nicht mehr nachvollziehbar, sagt Haumann auf BM-Nachfrage.

Die Kirchengemeinde plant, auf einem Erweiterungsstreifen des Friedhofes an der Albrecht-Thaer-Straße eine Anlage für das betreute Wohnen von Senioren zu bauen. Diese Pläne stoßen auf Ablehnung von Anwohnern insbesondere der Brehmstraße und des Luchsweges, die nicht nur Angst um ihren freien Ausblick, sondern auch um das „Stadtbiotop“ haben, das diese Wiese darstellen soll, und gegen dessen Bebauung sich der Naturschutzbund (NABU) Remscheid zwischenzeitlich ausgesprochen hat.

Haumann erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass sich Anwohner vor wenigen Jahren darüber beschwert hätten, dass die Kirche eben diesen Grünstreifen verwahrlosen lasse und häufiger mähen solle. „Das so genannte Biotop wurde also erst entdeckt, als die Baupläne der Gemeinde bekannt wurden“, sagt der Gemeindereferent.

Haumann widerspricht auch dem Gerücht, dass es sich bei dem geplanten Objekt um einen „Riegel“ handele. Es sei ihm sogar zu Ohren gekommen, dass Anwohner von einer „Kaserne für alte Leute“ sprechen. „Das ist völliger Blödsinn.“ Vielmehr seien drei Doppelhäuser in zweigeschossiger, aufgelockerter Bauweise geplant, die über ihre Aufzugsanlagen miteinander verbunden sind. Die Grünanlage um die Wohngebäude werde parkähnlich gestaltet, „das wollen wir so umweltverträglich wie möglich machen“, betont Haumann.

Zu dem Thema ist am 14. Januar eine Bürgerbeteiligung vorgesehen.

Quelle: RP

 
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