Remscheid: Belebung für die Allee
VON STEFANIE BONA - zuletzt aktualisiert: 14.02.2011Remscheid (RPO). Auf beiden Seiten des Brunnens am Allee-Center tut sich etwas. Die Bäckerei Steinbrink eröffnet auf 160 Quadratmetern ein Wiener Cafe. Gegenüber erweitert die Buchhandlung Potthoff ihre Flächen im Erdgeschoss.
Auf der Alleestraße kündigen sich Veränderungen an – allerdings betreffen die Neuerungen wieder einmal nur den oberen Teil von Remscheids Einkaufsmeile. Auf 160 Quadratmetern eröffnet die in Wuppertal ansässige Bäckerei Steinbrink ein Wiener Café. Zwischen Allee-Center und dem Modeanbieter Olymp und Hades sollen ab dem 2. März erlesene Kaffeespezialitäten ausgeschenkt und Kuchen, Torten und weitere Backwaren angeboten werden.
60 Sitzplätze und eine große Verkaufstheke finden in den rundum erneuerten Geschäftsräumen Platz, vor dem Ladenlokal entsteht auf einem Holzpodest eine Terrasse mit Windschutz. "Das wird irre", freut sich Wolfgang Steinbrink auf das schicke Ambiente. Was investiert der Bäckerei-Filialist am neuen Standort? Genaue Zahlen will Steinbrink nicht nennen. Nur so viel: "Das ist schon ein Wahnsinnsbetrag." Gleich gegenüber schließt parallel zur Neueröffnung des Cafés die zur Steinbrink GmbH gehörende Bäckerei Karthaus. Das komplette Sortiment wird im neuen Laden übernommen.
Offene Allee
Frist Definitiv endet die probeweise Öffnung der unteren Alleestraße für den Fahrzeugverkehr Ende März.
Verfahren Um die Autos hier dauerhaft zuzulassen, müsse die als Fußgängerzone ausgewiesene Straße entwidmet werden, erklärt Andreas Meike vom Stadtmarketing. Dazu sei ein längeres Verfahren notwendig.
Auswertung Studenten der Uni Wuppertal werden nach Ablauf der Testphase die Ergebnisse auswerten.
Potthoff baut Angebot aus
Sobald das Karthaus-Ladenlokal geräumt ist, werden sich auch hier die Handwerker tummeln, um für die angrenzende Buchhandlung Potthoff mehr Platz zu schaffen. "Wir werden dann im Untergeschoss 110 Quadratmeter haben. Damit wird auch ein wirkungsvollerer Außenauftritt möglich", sagt Potthoff-Teamleiter Wilfried Albrecht. Damit könne man das Angebot ausbauen und werde vor allem den sogenannten "Non-Book"-Bereich mit Geschenkartikeln, DVDs, CDs und auch Hörbüchern erweitern.
Im Parterre wird eine große Kinderbuchabteilung eingerichtet, damit es Eltern mit Kinderwagen leichter haben. Ins Obergeschoss gelangt man über die Treppe oder den Aufzug. Die Geschäftserweiterung ist für den Buchhändler ein klares Bekenntnis zum Standort Remscheid: "Und die Kunden freuen sich, dass ein Einzelhändler etwas tut und Mut zu Veränderungen beweist." Ob der Schwung dann auch die untere Alleestraße mitreißt, beurteilen Wilfried Albrecht und Wolfgang Steinbrink vorsichtig. Hätten sie auch dort in ein freistehendes Ladenlokal investiert? Eher nicht, sagen beide. "Der Branchenmix auf der Alleestraße muss stimmiger werden. Erst dann wird es für die Kunden interessant", ist Albrecht überzeugt.
Signale für Sinn-Leffers
Nichtsdestotrotz freut sich Andreas Meike vom Remscheider Stadtmarketing über die positiven Signale und das neue, qualitätsvolle Angebot. Ein entscheidender, vielleicht der entscheidende Schritt zur Belebung der Allee wäre wohl die Neuvermietung des ehemaligen Sinn-Leffers-Hauses. Dass eine Vermarktung bei der Größenordnung schwierig sei, verhehlt Meike nicht. Und doch: "Es gibt immer wieder Interessenten, mit denen wir in Kontakt stehen." So stimmt ihn das zuletzt geführte Gespräch "vorsichtig optimistisch".
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