Remscheid: Belohnung für viel Einsatz
VON JAN DOBRICK - zuletzt aktualisiert: 10.12.2009Remscheid (RPO). Die Aktiven des Vereins Bürgerhaus Süd wurden in Düsseldorf für ehrenamtliches Engagement geehrt. Mit der damit verbundenen finanziellen Förderung können jetzt die Sanitärräume saniert werden.
Südbezirk Für das Bürgerhaus-Süd in der Auguststraße wurden die Feiertage vorverlegt. Der Nikolaus, in Person von NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) lud Anfang Dezember in die Staatskanzlei nach Düsseldorf ein und ehrte den Verein für die ehrenamtliche Initiative. Einher ging dies mit einer finanziellen Förderung in Höhe von 15 000 Euro – ein willkommenes Geschenk.
Es fehlen Heizungen
"Ein unerwarteter Geldregen, gleichzeitig aber ein Tropfen auf den heißen Stein", sagt Sabine Trossin, Erzieherin und Sozialwartin im Bürgerhaus, und blickt zu den renovierungsbedürftigen Toiletten. "Im Januar wird hier endlich Hand angelegt", freut sie sich. Doch ihr Blick wandert weiter. Die Sozialwartin sieht den mausgrauen Saal, in dem die Deckenlampen nur bedingt leuchten. Schlechter funktioniert eigentlich nur die Heizung des Jugendraums. Der Grund: Es gibt keine fest installierten Heizkörper. "Wir heizen mit einem alten, transportablen Elektroheizkörper", sagt Jugendmitarbeiterin Maleen Müller. Es bestehe Handlungsbedarf.
Das Bürgerhaus
Adresse Auguststraße 24, 42859 Remscheid
Ansprechpartner Sabine Trossin (Erzieherin und Sozialwartin)
Kontakt www.info@buergerhaus-sued.de
Angebote Die Angebote reichen von der Krabbelgruppe für unter Dreijährige bis zur "Offenen Tür" für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren.
Ähnlich sieht es in der Küche aus. Hier ist es zwar warm – auch deswegen tummeln sich dort die meisten Kinder und Jugendlichen – dafür fällt regelmäßig die Tür der Spülmaschine aus den Angeln. "Wir können kaum soviel Geld bekommen, wie wir ausgeben könnten", meint Trossin dazu.
Ein Rückblick: Das im Jahr 2005 von der Schließung bedrohte, ehemalige evangelische Gemeindehaus wurde nur durch die Gründung eines Trägervereins gerettet. Der Verein hat trotz der schlechten Voraussetzungen ganze Arbeit geleistet: Mit der Hilfe von 160 eingetragenen Mitgliedern und zahlreichen ehrenamtlichen Helfern wurde das Bürgerhaus Süd zu einer Anlaufstelle für viele Kinder und Jugendliche der Umgebung.
In Eigenregie wurde das knapp 50 Jahre alte Gemäuer nicht schön, aber nutzbar gemacht. So richteten sich die Jugendlichen den ungemütlichen Jugendraum selbst ein – aus einer ehemaligen Abstellkammer. "Hier ist es zwar kalt, aber dafür gibt es schließlich Wolldecken", sagt Maleen Müller mit einem Augenzwinkern. Die Jugendmitarbeiterin bereitet zurzeit gemeinsam mit einigen Kindern eine weitere Aktion des Bürgerhauses vor. Am Sonntag, 13. Dezember, ist der Verein auf dem "ideellen Weihnachtsmarkt" rund um die evangelische Stadtkirche mit einem Stand vertreten. Dafür werden unter anderem Pralinen selbst gemacht.
Glücklicherweise funktioniert der Ofen im Bürgerhaus Süd noch. Sollte auch das nicht mehr der Fall sein, könnte man nur noch auf weitere Hilfe und Unterstützung hoffen.
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