Remscheid: Bergisch Borner Bürger räumten auf
zuletzt aktualisiert: 08.04.2008Remscheid (RPO). „Da muss einer Magenprobleme gehabt haben“ , kommentierte Thomas Schmitz den Fund: 20 bis 30 Magenbitter lagen auf der Wiese und wurden im Rahmen der Aktion „Sauberer Wald“ von den Bergisch Borner Bürgern eingesammelt und in die dafür vorgesehenen Container entsorgt.
Am Langenbusch fanden die fleißigen Helfer sogar einen Kühlschrank und ein aufgequollenes Bücherregal. „Ein paar Meter weiter gibt es doch auf Hückeswagener Gebiet eine Deponie“, ärgerte sich Michael Wilke.
Gemeinsam mit anderen Bürgern saßen auch die beiden Beisitzer des IGBB-Vorstands nach getaner Arbeit im Feuerwehrhaus und ließen die Aufräum-Aktion Revue passieren. Auch diesmal gab es wieder kuriose Funde, wie die Reste eines Motorrollers oder Teile eines Fernsehers. Oder im Industriegebiet gleich neben einer Firma eine gehörige Menge Sekt- und Wodka-Flaschen. Ob die Mitarbeiter so viel zu feiern hatten?
Viel zu tun im Industriegebiet
Auch Styropor-Verpackungen und eine Kunststoff-Palette, die man nicht so einfach einsammeln konnte, gehörten zu den Funden der zwei Dutzend Bürger starken Gruppe, die in diesem Bereich aufräumte. Auf das Konto der dortigen Betriebe gehen auch größere Mengen von Papier, die möglicherweise durch die Winterstürme weggeweht worden waren. Während an den beiden Bundesstraßen der Abfall wohl etwas weniger geworden ist, hatten die Bürger im Industriegebiet eine Menge zu tun.
Vorschlag eines fleißigen Helfers, der den Müll wohl einigen Betrieben zuordnete: „Wir räumen auf, und die beteiligen sich mit einer Spende für das Krammetsvogelfest.“ Ärgerlich waren sicherlich auch Scherben auf dem Spielplatz sowie Pappschachteln aus dem Schnell-Imbiss. „Hier sieht man, woher die Leute gekommen sind“, sagte ein Bürger. Er brauchte angesichts des Werbeaufdrucks nicht einmal detektivischen Spürsinn. Ärgerlich und eklig waren die unzähligen Zigarettenkippen, Zigarettenschachteln und das Zellophan, die einfach achtlos weggeworfen worden waren.
Trotz des schlechten Wetters hatten sich so viele Menschen beteiligt, dass die Aktion zügig über die Bühne gehen konnte. „Ein Erfolg, bei dem vor allem viele Familien mit Kindern teilgenommen haben“, freute sich die IGBB-Vorsitzende Claudia Reichert-Weber.
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