Remscheid: Beweisanträge abgelehnt
zuletzt aktualisiert: 09.01.2007Remscheid (RPO). Der neue Verhandlungstag im Betrugsprozess gegen die Remscheider Rechtsanwälte war wieder geprägt von Wartezeit, Besprechung, Beratung, Sitzungsunterbrechung und Warterei.
Zunächst kamen der Verteidiger Dr. Christof Miseré aus Köln und sein in Remscheid lebender Mandant Dr. Marcus F. zeitgleich 45 Minuten zu spät – Verkehrsprobleme.
Alsdann wurde seitens der Verteidigung zum wiederholten Male auf der Aussage des Autohändlers bestanden, dem F. und der Mitangeklagte Dr. Thorsten H. für ihre Dienste ein horrend hohes, völlig überzogenes Anwaltshonorar abgeknöpft haben sollen. Der Belastungszeuge wird inzwischen von einem Bremer Verteidiger vertreten, der per Fax die Bedingungen für eine erneute Aussage seines Mandanten, der sich auf ein umfängliches Zeugnisverweigerungsrecht beruft, erläutert hatte. Die neuen Beweisanträge des Dr. F. wurden von der Kammer zurückgewiesen – worauf sich der Verteidiger mit seinem Mandanten zur Beratung zurückzog, um möglicherweise einen erneuten (das wäre dann der vierte!) Befangenheitsantrag gegen die Kammer zu stellen. Auch von einer Strafanzeige gegen Prozessbeteiligte war in der im rüden Ton vorgebrachten Stellungnahme die Rede.
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