Remscheid: Bezirksvertretung will Bus nach Kräwinkel
zuletzt aktualisiert: 17.06.2009 - 16:27Remscheid (RPO). Die Nahverkehrspauschale sorgte in der Lenneper Bezirksvertretung für Diskussionsstoff. Das Geld wird vom Land NRW an die Aufgabenträger des Öffentlichen Personennnahverkehrs (ÖPNV) ausgeschüttet. Dazu gehört auch die Stadt, die zurzeit etwas mehr als 276 000 Euro jährlich erhält. Dieses Geld wird beispielsweise für die Instandhaltung von Haltestellen ausgegeben.
Satte 48 000 Euro sollen aber auch dafür verwendet werden, jedem Remscheider Haushalt ein Fahrplanbuch zu übersenden – kostenlos. So will die Stadt ihre Bürger davon überzeugen, statt mit dem Auto mit dem Bus zu fahren, erläuterte Hans-Otto Heming vom Amt für Straßen und Brückenbau.
Daran stießen sich die Lenneper Bezirksvertreter. „Die Idee ist naiv“, sagte Hilmar Somborn (CDU). „Das ist rausgeschmissenes Geld“, kommentierte Hans-Ferdinand Enk (SPD). Die Fahrpläne landen ungelesen im Altpapier, fürchten die Politiker. Vor allem junge Leute würden sich ihre Informationen im Internet zusammensuchen. Da brauche es keine Gratis-Fahrpläne.
Eine Idee, wofür die 48 000 Euro ausgegeben werden könnten, haben die Lenneper Bezirksvertreter auch schon: für eine Busanbindung zum Freizeitpark Kräwinkler Brücke. Damit unterstützen sie den Jugendrat, der sich für eine solche Anbindung stark macht.
Die Stadtwerke lehnen das allerdings aus Wirtschaftlichkeitsgründen ab – sehr zum Ärger der Politiker: „Zwei Busse morgens, zwei abends, das muss doch mal möglich sein“, forderte Bibiana Martz (Grüne). Roland Kirchner (W.i.R.) ergänzte, dass die Anbindung zum Freizeitpark eine bessere Werbung sei als das Verteilen kostenloser Fahrpläne. Die Stadt muss nun mit den Stadtwerken verhandeln.
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