Remscheid: Brückenschlag für die Trasse
VON HENNING RÖSER - zuletzt aktualisiert: 28.02.2008Remscheid (RPO). Die Lücke an der Stachelhauser Straße soll auf dem Regionale-Wanderweg endlich verschwinden. Wenn das Geld dann noch reicht, könnte auch der Werkzeug-Spielplatz am Hasten besser ausgestattet werden.
Zwei Jahre nach dem offiziellen Abschluss der Regionale 2006 soll die „Trasse des Werkzeugs“ endlich komplett fertig gestellt sein. Im Spätsommer dieses Jahres soll eine neue Brücke über die Stachelhauser Straße die jetzt noch vorhandene Lücke in der Wegeverbindung vom Bahnhof Hasten zum Hauptbahnhof schließen. Die alte Brücke war abgerissen worden, bevor die Trasse als Route für einen Rad- und Wanderweg für die Regionale in den Blick geraten war.
Im Bauausschuss zeigte Gerald Hein vom Amt für Straßen und Brückenbau der Politik Fotos einer so genannten Fachwerkbrücke aus Aluminium in Leichtbauweise, wie sie in vergleichbarer Bauart auch an der Korkenzieher-Trasse in Solingen zum Einsatz gekommen ist. Um die Brücke auf die nötigen 4,50 Meter über Straßenniveau zu bekommen, werden auf beiden Seiten kleine Rampen gebaut.
Die Trasse
4,2 Kilometer lang ist die „Trasse des Werkzeugs“ vom Bahnhof Hasten bis zum derzeitigen Endpunkt an der Stachelhauser Straße. Am 23. September 2006 wurde das 2,1 Millionen Euro teure Regionale-Projekt mit einem großen Fest eingeweiht.
Die Leichtbau-Brücke ist die günstigste von drei angedachten Varianten. Die Gelder für die Errichtung sind im Regionale-Topf noch vorhanden. Die Stadt hofft, dass durch die Wahl des Brückentyps sogar noch etwas Geld übrigbleibt, die man dann zur Verbesserung des Werkzeug-Spielplatzes am Bahnhof Hasten verwenden könnte. Der war im letzten Jahr wegen seiner dürftigen und wenig kindgerechten Ausstattung in die Kritik geraten. Auf Nachfrage von Otto Mähler (SPD) wollte sich Hein allerdings nicht festlegen, wie viel Euro am Ende überbleiben werden.
Denn auch der restliche Wegabschnitt hinter der Brücke bis zur Weststraße muss noch hergerichtet werden. Bodenuntersuchungen ergaben, dass die Arbeiten hier etwas aufwändiger sein müssen als auf dem Rest der Strecke.
Läuft mit der Ausschreibung der Arbeiten alles nach Plan, könnte der Brückenschlag in Richtung Hauptbahnhof bis August fertig sein. SPD-Sprecher York Edelhoff bat die Verwaltung, alles für einen zügigen Verlauf der Arbeiten zu tun. Ziel müsse es sein, dass die Bürger die komplette Trasse möglichst schnell nutzen können.
Ein Stück Trasse fehlt dann aber immer noch. Stadtplaner Hans-Gerd Sonnenschein berichtete, dass die Durchbindung bis zum Hauptbahnhof für 2009 angepeilt ist. Das Geld für das letzte Trassenstück sei im Regionale-Topf Hauptbahnhof vorhanden.
Gerichtlich geklärt wird derzeit die Frage, ob ein Dachdecker-Betrieb, der am Bahnhof Hasten eine Garage unmittelbar an der Trasse unterhält, mit seinen Autos den Wanderweg befahren darf. Die dadurch entstehende Gefahr für die Fußgänger ist der SPD schon seit längerem ein Dorn im Auge.
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