Remscheid: Bücherei: „Bis 2011 offen“
zuletzt aktualisiert: 17.11.2007Remscheid (RPO). Dass die Schließung der Stadtteil-Bücherei ein Nachbeben in der Lüttringhauser Politik erzeugt, war vorauszusehen. Nach Protesten von Bürgern und Schulen gegen das Aus dieses Bildungsangebots mussten Bezirksvertreter noch ein Wort verlieren. Obwohl die Schließung von vier Fraktionen – mit Ausnahme der Wählergemeinschaft in Remscheid – im Sparpakt – und später auch im Stadtrat – beschlossen worden war und sich das Rad der Geschichte nicht mehr zurückdrehen lässt.
Sowohl Ingrid Leukel (SPD) als auch Stephan Jaspers (Grüne) monierten in der Sitzung der Bezirksvertretung Verfahrensfehler. Laut Gemeindeordnung falle der Bereich Bibliothek in die Kompetenz der Bezirksvertretung. Sie hätte sich äußern müssen, bevor der Stadtrat einen Beschluss fasst.
Mit Kopfschütteln quittierte Bezirksvorsteher Philipp Veit (CDU) diese Bemerkung. Alle Fraktionen seien sich einig gewesen, die Sparmaßnahmen durchzusetzen, auch die Schließung der Stadtteilbücherei: „Die Ratsmitglieder wussten, worauf sie sich einließen.“ Ein rasches Aus sei aber nicht zu befürchten, denn der Mietvertrag für die Räume an der Gertenbachstraße laufe erst 2011 aus, sagte Veit.
Dies habe OB Beate Wilding der Leiterin des Leibniz-Gymnasiums schriftlich mitgeteilt. Die Zeitspanne solle man nutzen, um Alternativen zu erarbeiten, wie die Bücherei bei reduzierten Kosten erhalten werden könne. Ohne Fachkraft, nur auf ehrenamtlicher Basis, ließe sich die Einrichtung aber nicht betreiben.
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