Remscheid: CDU Lennep: Kaltwasser löst Rohrweck ab
VON ALEXANDRA KEMP - zuletzt aktualisiert: 19.11.2009Remscheid (RPO). Die CDU in Lennep hat einen neuen Vorsitzenden. Nach 18 Jahren stellte sich der bisherige Amtsinhaber, Dr. Heinz-Dieter Rohrweck, nicht mehr zur Verfügung. Sein Nachfolger ist der ehemalige CDU- Kreisvorsitzende Kai Kaltwasser. Er wurde bei der Mitgliederversammlung gestern Abend im Tuchmuseum von 25 Anwesenden einstimmig gewählt.
Mit seiner Entscheidung, sich nicht mehr zu bewerben, will Rohrweck in Lennep einen Generationenwechsel vollziehen, den die CDU in anderen Stadtteilen bereits eingeleitet hat. Rohrweck verwies im BM-Gespräch unter anderem auf das Beispiel von Parteifreund Philipp Veit, der in Lüttringhausen zugunsten von Julian Kleuser auf sein Ratsmandat verzichtete.
Noch bekannter im Stadtteil
Derartigen Rückenwind soll auch Kaltwasser erhalten, dessen Wahlkreis in Lennep liegt und der sich als Vorsitzender dort nun noch bekannter machen könne, sagte Rohrweck. Seinen Abschied vollzog dieser gestern Abend sichtlich gut gelaunt. Der Diplom-Physiker und Universitätsdozent kann es sich leisten, einen Posten abzugeben, ist er doch auch noch Ratsherr und Lenneps Bezirksbürgermeister. Überdies gehört er einem starken Flügel der CDU-Ratsfraktion an: Mit sechs von insgesamt 19 Mitgliedern bilden die Lenneper dort eine gewichtige Größe. "Das ist schon mal eine Bank, wenn sich das einstimmig artikuliert", frohlockte Rohrweck gestern Abend. Um bei Abstimmungen die Mehrheit zu stellen, müsse der Kreis nur noch vier weitere Mitstreiter finden. Rohrweck ließ kaum Zweifel daran, dass er das für eine der leichteren Übungen hält.
Kaltwasser hatte sich erst kürzlich für den Posten des Bürgermeisters beworben. Er unterlag jedoch Amtsinhaberin Monika Hein mit nur einer Stimme. Als Vorsitzender der CDU in Lennep wolle er sich nun "für die Interessen Lenneps in Partei und Fraktion einsetzen", sagte er gestern. Zu seiner Stellvertreterin wurde einstimmig Ratsfrau Tanja Kreimendahl bestimmt. Sie folgt auf Hilmar Somborn.
Zu Gast: Müller-Piepenkötter
Gast des Abends war unter anderem NRW-Justiziministerin Roswitha Müller-Piepenkötter. Sie bewirbt sich heute neben Elke Rühl darum, bei der Landtagswahl 2010 als Kandidatin aufgestellt zu werden. Gestern sprach sie über sich und ihre Arbeit. Rühl war nicht eingeladen. Sie sei den Lennepern bereits bestens bekannt, begründete Rohrweck. Ein Zusammentreffen wäre für die Frauen indes nicht ungewöhnlich gewesen, haben sie doch in anderen Stadtteilen schon mehrere Auftritte gemeinsam absolviert.
Müller-Piepenkötter sagte, dass sie sich mit dem Landtagsmandat für Remscheid einsetzen wolle und darin auch eine Möglichkeit sehe, sich über das Thema Justiz hinaus zu engagieren. "Ich brauche keine Versorgung", betonte sie. NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers habe ihr deutlich gemacht, "dass er meine Arbeit schätzt". Sie sehe daher gute Chancen, auch nach der Wahl Justizministerin zu bleiben.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



