Remscheid: Denkmal in Arbeit
zuletzt aktualisiert: 02.04.2007Remscheid (RPO). Die Trasse des Werkzeugs ist nicht nur ein Spazierweg, sondern soll auch ein Stück der Remscheider Industriegeschichte erlebbar machen. Als Kulturachse zwischen Hauptbahnhof und Hasten, die von Bildern, Objekten und Schautafeln flankiert wird, soll gerade die Bedeutung der metallverarbeitenden Industrie für die Entwicklung der Stadt im wahren Wortsinn anschaulich gemacht werden.
Gereinigt und poliert
So wird ein weiteres Denkmal den historischen Schienenweg bereichern: Der Verein „Pro Arte“ fördert das Projekt, an dem Schüler des Gertrud-Bäumer- (GBG) und des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums (EMA) mitarbeiten. Bis zum Frühsommer soll eine 100 Jahre alte Werkzeugmaschine, die bis vor zwei Jahren noch in Betrieb war, den Trassenrand zieren. Die Maschine, auf der Zahnräder für die bergische Industrie hergestellt wurden, wurde in einem Remscheider Betrieb entdeckt und in eine Werkshalle der Firma Erbschloe transportiert. Dort wurde sie bereits gründlich gereinigt und poliert. Doch soll sich an dem alten Schätzchen der Gedanke von Kunst und Industriegeschichte verbinden. Die Pennäler des GBG werden Infotafeln zur Historie der Maschine ausarbeiten; das EMA-Team aus vier jungen Damen wird den technischen und künstlerischen Part übernehmen. Gerade wurde mit den Restaurierungsarbeiten begonnen, der erste Farbanstrich aufgetragen. Wie die farbliche Gestaltung letztlich aussehen soll, werden die Oberstufenschülerinnen im Verlauf der Aktion erarbeiten. Fest steht, dass das Industriedenkmal auf einem eigens ausgewählten Platz an der Trasse viele Blicke auf sich ziehen soll. Anfang Juni, so hoffen die jungen Künstler gemeinsam mit Pro Arte-Chef Klaus W. Kühn, werden die Arbeiten beendet sein.
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