Remscheid: Draht zum Bürger motiviert
VON SOLVEIG PUDELSKI - zuletzt aktualisiert: 06.01.2010 - 14:53Remscheid (RPO). Seit der Kommunalwahl ist Heinz-Jürgen Heuser neuer Bezirksbürgermeister in Lüttringhausen. An dieser Aufgabe in der Kommunalpolitik schätzt er die Bürgernähe. Die Frage der Verkehrsführung im Dorf hat er im Visier.
Lüttringhausen In Lüttringhausen, dem „Dorf“, geht es familiär zu. Bezirksbürgermeister Heinz-Jürgen Heuser (SPD) ist daher nicht überrascht, wenn die Leute ihn beim Einkaufen oder auf der Straße einfach ansprechen und ihm schildern, was ihnen auf den Nägeln brennt. Denn gerade diese Nähe zum Bürger schätzt er an seinem neuen Amt, dem Vorsitz in der Bezirksvertretung Lüttringhausen - auch wenn er dabei manchmal zum Kummerkasten werden sollte.
„Es sind doch gerade die Missstände vor der eigenen Haustüre und die Sorgen im Stadtteil, die die Menschen beschäftigten: schmutzige Straßenschilder, der kranke Baum, der gefällt werden soll, oder der Bau eines Carports“, sagt der Lüttringhauser. „Als Mitglied des kleinsten Parlaments ist man immer mit dem Ohr nah am Volk.“
In der Remscheider Lokalpolitik mischt Heinz-Jürgen Heuser seit Jahren mit - als Ratsmitglied und in der vergangenen Legislaturperiode als Bezirksvertreter für den kleinsten Stadtteil. Seit der Kommunalwahl ist er neuer Bezirksbürgermeister und somit Nachfolger von Philipp Veit (CDU). Längst abgehakt ist der Wirbel, der um die Wahl der neuen BV-Spitze gemacht wurde, als in der konstituierenden Sitzung deren Abwicklung in Frage gestellt wurde. Mit seinem Stellvertreter, Andreas Stuhlmüller (CDU), pflege er einen guten Kontakt. Überhaupt sehe er wenig Anlass für Grabenkämpfe zwischen den Fraktionen in einer Bezirksvertretung, geht es doch um ein Ziel: die Bürger zufrieden zu stellen - und dabei die Gesamtheit politischer Aufgaben sehen. So sieht sich Heuser eher in der Rolle des Moderators als in der des Richtung-Weisers.
In die anstehenden Pflichten wolle er möglichst alle elf Bezirksvertreter mit einbinden. Beispielsweise bei dem Angebot einer regelmäßigen offenen Bürgersprechstunde - eine Idee, die allerdings frisch und noch nicht abgestimmt sei. Aber der Sitzungsrhythmus von künftig acht Wochen lasse einen solchen Service sinnvoll erscheinen, sagt Heuser. Inhaltlich will sich der Bezirksbürgermeister erst einmal einen Überblick verschaffen, welche Themen in der neuen Legislaturperiode wieder aufgegriffen werden sollten.
„Auf jeden Fall dürfen die Etatansätze für den Umbau der Kreuzung Eisernstein in einen Kreisverkehr nicht aus dem Haushalt verschwinden“, meint er. Denn mit dem Einzelhandelsschwerpunkt am Schützenplatz und dem neuen geplanten Einzelhandels- und Dienstleistungszentrum an der Schul-/Richard-Koenigs-Straße hätten sich auch Verkehrsströme verschoben, die einen solchen Kreisverkehr nötiger machen denn je.
Die derzeitige Verkehrsführung in Lüttringhausen möchte er näher unter die Lupe nehmen lassen. Weitere „Baustellen“ seien das Schulangebot in Lüttringhausen und die Sanierung der Brücke Linde. Hoffnungsfroh stimmt ihn das große Engagement der Bürger für ihren Stadtteil: Erhalt der Bücherei, Rathaus-Beleuchtung und vieles mehr ermöglichten rührige Vereine wie Heimatbund, die Lütteraten und Sportvereine.
Bezirksvertreter Die BV Lüttringhausern hat elf Mitglieder: Sie kommen aus CDU (4), SPD (3), Grüne (2), FDP (1) und Linke (1)
Einzugsgebiet Lüttringhausen und die nördlichen Bezirke wie Grund und Westen.
Nächste Sitzung 20. Januar
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