Remscheid: Ein Tor für die Freiheitstraße
VON ANDRIANA SAKARELI - zuletzt aktualisiert: 19.08.2009Remscheid (RPO). Die Planungswerkstatt für Stachelhausen ist abgeschlossen. Den Zuschlag bekam ein Büro aus Weimar. Der kleinteilige Entwurf sieht eine zweispurige Freiheitstraße mit Boulevard-Charakter und einen Quartiers-Platz vor.
Stadtplaner Hans-Gerd Sonnenschein hatte bei der gestrigen Präsentation des Siegers der Planungswerkstatt "Stachelhausen" eine gute und eine schlechte Nachricht zu verkünden. Die gute: Der Entwurf, den das Büro "B.A.S." Kopperschmidt und Moczala aus Weimar vorlegt hat, ist weitestgehend schnell umsetzbar – wenn das Land Fördermittel dafür bewilligt.
Die schlechte Nachricht: Die Freiheitstraße bleibt als stark frequentierte und damit lärmende sowie Schmutz verursachende Verkehrsader bestehen. Wie die ausgeschiedenen Vorschläge sieht nämlich auch der Siegerentwurf eine zweispurige Verkehrsführung vor.
Präsentation
An der Ausschreibung für die Planungswerkstatt hatten sich 40 Büros beteiligt. Vier Teams kamen in die Endrunde. Eine Bewertungskommission entschied sich für den Entwurf aus Weimar.
Wer Interesse hat, kann sich den Siegerentwurf vom 1. bis zum 30. Oktober im Ämterhaus, Elberfelder Straße, anschauen.
Das sei jedoch nicht so ohne Weiteres machbar, sagte Sonnenschein. Die Meinungen der Verkehrsgutachter gingen in diesem Punkt auseinander. Eine Mischung aus neuer Wohnbebauung und Gewerbe – auch eine Ideen aus dem Siegerentwurf – sei kurzfristig ebenfalls nicht realisierbar, sagte Sonnenschein. "Das ist ein Projekt, das eher auf zehn bis 20 Jahre angelegt ist."
Trafo-Station zieht um
In zwei bis drei Jahren könnten jedoch die anderen, kleineren Ideen des Planungsbüros aus Weimar umgesetzt werden. Der Entwurf beinhaltet drei Kernprojekte. Erstens: Im Bereich Villa Frantzen / Kraftstation – Mitte Freiheitstraße – soll eine attraktive Fläche mit breiten Straßen, Bushaltestellen und Begrünung entstehen. "Das soll das Eingangstor zum Stadtteil sein. Wir haben es den ,Stachus' genannt", erklärte Planer Christian Moczala.
Zweitens: An der Honsberger Straße zwischen Kraftstation und Trasse des Werkzeugs auf dem ehemaligen Archivgelände wollen die Architekten einen Platz mit unterschiedlicher Nutzung anlegen. Angedacht sind ein Quartiersladen, Bürgerbüro, Parkplätze und Bepflanzung. Dass dieses Grundstück frei wird, haben die Planer folgendem Umstand zu verdanken: Die Trafo-Station der Stadtwerke an der Honsberger Straße 4 zieht in das Gebäude der RWE-Trafo-Station. Mit dem Umbau soll noch in diesem Jahr begonnen werden.
"Ein entsprechender Bauantrag liegt vor", sagte Sonnenschein. Drittes Kernprojekt: Als Erweiterung der Trasse des Werkzeugs soll zwischen ihr und dem neuen Quartiersplatz eine Fläche mit Spielmöglichkeiten entstehen. Ein Handwerks-Spielplatz eigne sich dafür, um eine Einheit von Wohnen und Gewerbe zu schaffen, erläuterte Christian Moczala. Auch die Freifläche der Kraftstation soll schöner werden – mit einer Treppenanlage und einem Fußweg zur Villa Frantzen.
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