Remscheid: Feinstaub – Wege weisen für bessere Luft
zuletzt aktualisiert: 15.03.2007Remscheid (RPO). Die Grenzwerte bei der Feinstaub-Belastung werden in Remscheid nicht überschritten, die Einrichtung einer Umweltzone oder Fahrverbote sind in naher Zukunft für die Stadt nicht zu erwarten. Vier Modellrechnungen für kritische Verkehrspunkte hatte das Umweltamt in Remscheid durchgeführt. Die Behörde nahm Abschnitte der Freiheitstraße, der Lenneper Straße, der Burger Straße und Vieringhausen unter die Lupe. Diese Strecken sind besonders gefährdet, weil sie viel befahren sind und es hier gleichzeitig eine dichte Randbebauung gibt.
Diese Messungen, so beschloss jetzt der Bauausschuss, sollen in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, um das Problem im Auge zu behalten. Außerdem sollen so Vergleichsdaten gewonnen werden, die zeigen, ob die neue Autobahnausfahrt Blume und der im vergangenen Jahr eröffnete Burgholz-Tunnel bei Cronenberg Einfluss auf die Verkehrsströme in der Stadt haben. Die ersten Messungen mit einer neuen Software des Landes waren noch vor der Eröffnung dieser beiden neuen Verbindungen gemacht worden. Eine schnelle Aktualisierung sei aber problemlos möglich, sagte der Leiter des Umweltamtes, Wolfgang Putz.
Angestrebt wird auch eine bessere Wegweisung in der Stadt. Damit soll der Verkehr – vor allem der mit schweren Lasten – schon früh in Richtung Tunnel oder Autobahn gelotst werden. Noch immer, so die Beobachtung, donnern viele Lastwagen und Gespanne die Solinger Straße hinunter, um sich über die Kohlfurth den Weg auf die A 46 zu suchen. Das geht über die Wuppertaler Südhöhen mittlerweile schneller. Die Stadt wird den Kontakt auch zu den Nachbarstädten und dem Landesbetrieb Straßen aufnehmen, der für die Schilder auf den Bundesstraßen zuständig ist.
Alleine auf diese Schritte zu vertrauen, erscheint der Politik aber zu wenig. Das Verkehrsaufkommen in Remscheid werde zunehmen, prognostizierte York Edelhoff (SPD). „Wir müssen uns für den Tag X rüsten“, forderte auch Hans Lothar Schiffer (FDP). Die Stadtverwaltung bekam den Auftrag, über einen Notfallplan nachzudenken, der dann eintreten soll, wenn die Grenzwerte eines Tages doch überschritten werden sollten.
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