Remscheid: Ferienarbeit für Studenten aus Presov
zuletzt aktualisiert: 04.08.2008Remscheid (RPO). Dass aus einer ursprünglich spontan geborenen Idee einmal eine feste Institution werden würde, hatte Lutz Pawlas vor zehn Jahren nie erwartet. Gemeinsam mit den Gästen aus Remscheids slowakischer Partnerstadt Presov, den gastgebenden Familien, mit Bürgermeisterin Monika Hein und Sozialdezernent Burkhard Mast-Weisz sowie den Vertretern der Firmen, die den jungen Studenten aus der Slowakei in jedem Jahr die Möglichkeit zur Ferienarbeit geben, wurde das kleine Jubiläum in geselliger Runde gefeiert.
Seit einem Jahrzehnt ist Lutz Pawlas, Mitarbeiter im städtischen Jugendamt, der Motor der Semesterferienarbeit. Drei junge Damen aus Presov waren die ersten, die 1998 in den Ferien in Remscheid jobbten. Bürokratische Hürden mussten genommen, Quartiere gefunden und Betriebe akquiriert werden, die eine Ferienarbeit zur Verfügung stellten. „Auf einige von Ihnen konnte ich mich bei der Planung immer besonders verlassen. Dafür gilt Ihnen mein herzlicher Dank“, sagte Pawlas in seiner kurzen Begrüßungsansprache. Dieses Lob gab Bürgermeisterin Hein postwendend an den rührigen Organisator zurück: „Ohne Ihr Engagement wäre das alles nicht möglich gewesen.“
Sehr herzliche Worte fand alsdann Brano Busovsky im Namen seiner jungen Landsleute, die alljährlich in den Sommerferien Remscheid besuchen. Der 25-Jährige war einer der ersten, die zunächst zum Schüleraustausch ins Bergische kamen und später während seines Betriebswirtschaftsstudiums mehrfach bei Remscheider Firmen arbeitete. „Mit großer Geduld und Aufmerksamkeit wurden wir in die Arbeitsverfahren eingeführt“, lobte der Marketingberater die Arbeitgeber. Heute organisiert Brano Busovsky die Semesterferienarbeit auf slowakischer Seite.
So hat er auch in diesem Jahr wieder sieben Studenten vermittelt, die heute ihre Arbeit bei verschiedenen Unternehmen antreten werden. Davon, was sie ansonsten in der Werkzeugstadt erwartet, konnten sie sich schon mal im wahren Wortsinn ein Bild machen. Mehrere Fotowände gaben Zeugnis von Ausflügen, Feiern, von den Aufenthalten in den Familien und Betrieben.
Denn auch für ein interessantes Freizeit- und Kulturprogramm hat Lutz Pawlas immer gesorgt. „Wir haben so viel von der Arbeitswelt in Deutschland, aber auch von der Kultur mitbekommen. Außerdem sind durch die Aufenthalte viele enge Kontakte entstanden“, erzählte Busovsky. Mit drei weiteren „Semesterferien-Veteranen“ wird er bis morgen in Remscheid bleiben – und dabei möglichst viele Remscheider Freunde wiedersehen.
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