Remscheid: Fortschritte in Güldenwerth
VON HENNING RÖSER - zuletzt aktualisiert: 10.11.2009Remscheid (RPO). Der Bau der Park-and-ride-Anlage am Bahnhof geht gut voran. Im März 2010 soll alles fertig sein. Schwierige Verhandlungen um ein Schlüsselgrundstück machten das Projekt zum Geduldsspiel.
Gute Nachricht für alle Berufs-Pendler: Die Umsetzung der seit vielen Jahren geplanten und dann doch immer wieder verschobenen Park-and-ride-Anlage am Bahnhof Güldenwerth schreitet zügig voran. Ab März kommenden Jahres sollen 120 Parkplätze zur Verfügung stehen, sagte Stadtplaner Hans-Otto Heming gestern beim Ortstermin mit der BM.
Der Großteil davon, nämlich 98, liegt auf der Seite der Straße Güldenwerth. Dort rückt die Parkfläche noch ein paar Meter an die Gleise heran. Die restlichen 22 Parkplätze liegen auf der anderen Seite der Gleise neben dem Hazet-Gelände und sind über die Güldenwerther Bahnhofstraße zu erreichen. Aktuell ist dieser Bereich allerdings gesperrt, weil dort bereits gepflastert wird. Man bekommt schon einen guten Eindruck, wie die komplette Anlage später aussehen wird.
Politik entscheidet
Aufgabe Die für Güldenwerth zuständige Bezirksvertretung Alt-Remscheid muss in einer ihrer nächsten Sitzungen entscheiden, ob die vorhandene Bus-Haltestelle auf der Straße Güldenwerth verlegt wird.
Vorschlag Die Stadt hätte diese Haltestelle gerne näher an den Bahnhof verlegt, um die Wege für Bahnkunden zu verkürzen.
Zähe Grundstücksverhandlungen
Jahrelange zähe Verhandlungen um ein kleines Grundstück zwischen der Straße und der mittlerweile überdachten Treppe zu den Gleisen legten die Pläne der Stadt lange lahm. Nun wird mit einer Teilung dieser Parzelle nicht nur die Busanbindung möglich, ein angrenzendes Unternehmen kann seinen Betrieb auch erweitern.
Über eine neue Zufahrt, die über das Grundstück einer ehemaligen Tankstelle führt, wird die Linie 654 künftig bis an den Treppenabgang
heranfahren können und verlassen den Parkplatz danach über die schon vorhandene Einfahrt. Bevor die Zufahrt gebaut werden kann, muss die Stadt aber erst einmal die Reste der Vergangenheit beseitigen. Gestern Vormittag pumpte ein Spezialunternehmen 600 Liter Uralt-Benzin aus den freigelegten Tanks. Danach werden die alten Stahlriesen aus den 60er Jahren vorschriftsmäßig entsorgt.
Bahn baut keinen Fahrstuhl ein
Rund 500 000 Euro wird der Bau der Park-and-ride-Anlage im Remscheider Westen kosten, erklärt Bauleiter Frank Schubert. Die Anlage wird hauptsächlich aus dem Topf zur Förderung des Öffentlichen Personennahverkehrs finanziert. Auf den Bauplänen ist auch eine Rampe eingezeichnet, mit der Rollstuhlfahrer vom vorderen Parkplatz aus den Tunnel des Bahnhofes erreichen könnten. "Durchgeplant ist das alles längst", sagt Heming und zeigt die Stelle, wo der Weg auf den Tunnel treffen würde.
So lange allerdings die Deutsche Bahn keinen Fahrstuhl einbaut, der die Fahrgäste aus dem Tunnel hinauf zu den Gleisen bringt, wird sich die Stadt das Geld für die Rampe sparen. Der Vorschlag der DB, dass die Stadt diese Kosten übernehmen soll, sei nicht akzeptabel.
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