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Remscheid: Für den Ernstfall trainiert

VON GERHARD PICK - zuletzt aktualisiert: 20.08.2007

Remscheid (RPO). Wie sieht die Rettung von Verletzten bei einem Unfall in einem Betrieb aus? Feuerwehr und Rotes Kreuz übten am Samstag die Abläufe und eine reibungslose Zusammenarbeit.

Erst Menschenleben retten, so lautet das oberste Gebot für alle Einsatzkräfte. Hier mimen Aktive der Jugendfeuerwehr Verletzte. Ihre Bergung und Versorgung wurde am Samstag bei Dirostahl in Lüttringhausen geübt.  Foto: RPO
Erst Menschenleben retten, so lautet das oberste Gebot für alle Einsatzkräfte. Hier mimen Aktive der Jugendfeuerwehr Verletzte. Ihre Bergung und Versorgung wurde am Samstag bei Dirostahl in Lüttringhausen geübt. Foto: RPO

Zum Glück ist es nur eine Übung, die vom stellvertretenden Lüttringhauser Löschzugführer Hans-Günter Weigand und einigen Mitgliedern des Übungsausschusses am Samstagnachmittag vorbereitet wurde: Ein Unfall bei der Firma Dirostahl an der Luckhauser Straße mit verletzten Menschen. Die werden von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr gespielt. Für die nötige Schminke sorgt das DRK. So entsteht die Szenerie einer Übung.

„Aber kein Spiel!“, weiß einer der Zuschauer, die mit Fotoapparat oder Videokamera bewaffnet den Auftritt erwarten. Ein Blick auf die Uhr. Der Alarm ist ausgelöst. Wie im Ernstfall werden Berufswehr, die Lenneper und Lüttringhauser Freiwilligen sowie die DRK-Bereitschaft Lüttringhausen alarmiert. Ob die gleich zum Werk I kommen oder sich erst einmal zu Werk II verirren? Die Frage eines Zuschauers ist schnell beantwortet: Offenbar läuft alles programmgemäß ab, wie es immer wieder geübt wurde. Der stille Alarm, die Besetzung der Fahrzeuge, die Anfahrt.

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Übungen

Gemeinschaftsübungen wie bei Dirostahl führt die Remscheider Feuerwehr regelmäßig durch. Dabei wird das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Einheiten ebenso getestet wie der Aufbau einer „Kommandostruktur“ oder die „Kommunikation“. In etwa zwei Wochen werden die Erkenntnisse ausgewertet, erklärte Feuerwehr-Chef Guido Eul-Jordan, der die Aktion beobachtete.

Die Lüttringhauser kommen als erste, zunächst die Feuerwehr, dann das Rote Kreuz. Die einen rollen nach kurzer Einweisung Schläuche aus und setzen Atemmasken auf, die anderen bereiten Tragen vor für die Verletzten, während in kurzen Abständen weitere Fahrzeuge eintreffen. „Jetzt geht es richtig los“, weiß ein Zuschauer, der die Szenerie interessiert beobachtet. Als ehemaliger aktiver Feuerwehrmann weiß er, was nun passiert: „Die Verletzten haben Vorrang.“ Stimmt. Mit Atemschutz ausgerüstet dringen die Feuerwehrleute in das Gebäude ein, die Lüttringhauser vorn, die Lenneper hinten, nachdem man auch dort einen Zugang gefunden hat. Die ersten „Verletzten“ werden aus dem Gebäude gebracht. „Der zittert, steht unter Schock“, erkennen die Zuschauer. Auch „blutende Verletzungen“ gibt es und einen „Schlüsselbeinbruch“.

Die Statisten aus Reihen der Jugendfeuerwehr machen ihre Sache gut. Das Zusammenspiel zwischen Feuerwehr und DRK klappt. Die Feuerwehr holt die Verletzten aus dem Gebäude, dann übernimmt das DRK die weitere Arbeit. Inzwischen wird auch gelöscht. Am liebsten würde man eine Verschnaufpause einlegen, sich ein paar Schluck Wasser gönnen. Doch Einsatzleiter Michael Hill drängt zum Weitermachen, bis die letzte Person „gerettet“, der Brand gelöscht ist. Zum Abschluss wird der Qualm mit einem Ventilator aus dem Gebäude gedrückt, während die „Verletzten“ bereits wieder zum Übungsort zurückkehren. Ein wenig erschöpft, das Warten auf die „Rettung“ war doch anstrengender als vermutet. So haben sich alle den gemütlichen Abschluss im Gerätehaus der Feuerwehr Lüttringhausen verdient, wo man sich beim Grillen erholt.

Quelle: RP

 
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