Remscheid: Gärtner geben Anregungen
VON STEFANIE BONA - zuletzt aktualisiert: 11.09.2010Remscheid (RPO). Ihre Liebe wollen Herbert Langenberg und Klaus Vieregge gerne mit anderen teilen: Noch bis zum Ende der Saison Mitte Oktober empfangen die Hobby-Gärtner angemeldeten Besuch in ihrem grünen Paradies.
Der nasse August hat in den bergischen Gärten für trübe Aussichten und bei den Besitzern für lange Gesichter gesorgt. Nicht so bei Klaus Vieregge, der die blühende Pracht neben seinem Haus gerne anderen Naturliebhabern zeigt. "Die Nässe hat den Pflanzen schon zugesetzt", räumt jedoch auch der Gartenexperte ein, in dessen Kleinod sich hunderte bunte Blütenköpfe zu bewundern sind.
Dahlien in Gelb, Pink, Lila, Rosé, Orange und Rot, prächtige Fuchsienstämme, meterhohe Engelstrompeten, Geranien, ein paar winterharte Stauden und einige seltene Kübelpflanzen ziehen in der kleinen Hofschaft Obergarschagen die Blicke der Spaziergänger auf sich. Als Mitglied der Deutschen Dahlien-, Fuchsien-, und Gladiolen-Gesellschaft (DDFGG) öffnet der Lenneper regelmäßig seinen Garten für interessierte Besucher, die sich nicht nur am farbenfrohen Bild erfreuen, sondern auch viele gute Tipps zur Pflanzenpflege mit nach Hause nehmen können.
Besichtigung möglich
Kontakt Klaus Vieregge, Obergarschagen 19, Tel. 021 91 68337. Dorothea und Herbert Langenberg, Langenbusch 263, Tel. 02191 851488. Beider Gärten können von Mai bis Anfang/Mitte Oktober besichtigt werden. Um Anmeldung wird gebeten.
Gesellschaft Die Deutsche Dahlien-, Fuchsien- und Gladiolen-Gesellschaft gibt es seit 1897.
Auf Chemie wird verzichtet
"Oft kommen Fragen zum Pflanzenschutz", erzählt Vieregge. Auf die chemische Keule verzichtet er jedoch weitgehend. Vor Saisonbeginn wird der Boden gekalkt, Kunstdünger benötigen seine Pflanzen kaum, um sich in voller Schönheit zu entfalten. Allenfalls wasserlöslichen Dünger fürs Gießwasser lässt er ihnen hin und wieder zukommen. "Im Bergischen Land gedeihen Dahlien und Fuchsien hervorragend", erzählt er. Nur den harten Winter, den überleben derlei Kübelpflanzen draußen nicht.
Somit sind die beiden ersten Wochen im Oktober für den Hobbygärtner von viel Arbeit bestimmt. Alle Dahlien werden zurückgeschnitten, die Knollen ausgegraben und dann getrocknet. Dann wandern sie, versehen mit ihrer genauen Bezeichnung und Farbe, in den Vieregge'schen Keller, wo sie bis Anfang Mai überwintern. Den Fuchsien blüht Ähnliches. Auch ihnen rückt Klaus Vieregge mit der Gartenschere zu Leibe und wuchtet die schweren Kübel ins Trockene und Warme. "Wichtig ist, dass man auch die Blätter komplett entfernt. Denn dort sitzen die Schädlinge, die man sich sonst bis zum nächsten Frühjahr erhält."
Interessant für die Gartenbesucher sind auch die Hinweise, die es zu Neuzüchtungen oder zur Vermehrung von Pflanzen gibt. Einen Großteil seiner blühenden Oase hat Vieregge selbst aus Stecklingen gezogen. Den Austausch mit anderen Fachleuten wie Herbert Langenberg, der seinen an der B 237 zwischen Bergisch Born und Hückeswagen gelegenen Garten ebenfalls fürs interessierte Publikum öffnet, weiß der Gartenliebhaber ganz besonders zu schätzen. Beide scheuen die immense Arbeit nicht, die ein Traumgarten mit sich bringt. "Wenn man einmal mit dem Pflanzenbazillus befallen ist, macht einem das auch nichts mehr aus", sagt Herbert Langenberg schmunzelnd.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



