Remscheid: "Garten der Stille" ist zu wenig
VON HENNING RÖSER - zuletzt aktualisiert: 09.07.2009Remscheid (RPO). Alt-Remscheid. Bernd Quinting (CDU) ist überzeugt: Mit einem attraktiven Nutzungskonzept für das Deponie-Gelände an der Solinger Straße kann Remscheid um eine Attraktion bereichert werden, mit der das Stadtmarketing über die Stadtgrenzen Werbung für die Seestadt auf dem Berge machen kann. "Das darf kein Garten der Stille werden, dafür ist das Gelände zu wertvoll", sagte der Bezirksbürgermeister für Alt-Remscheid gestern vor der Presse. Er habe zwar Verständnis dafür, "dass die Anlieger hier am liebsten nur einen Grillplatz und einen Wanderweg haben wollen".
Ein Erfolg: das "Sahnetörtchen"
Die Politik müsse aber das Wohl der ganzen Stadt im Auge haben, wenn es die Entwicklung vorantreibe. Der Siegerentwurf aus dem Architektenwettbewerb, der unter anderem ein Sandpiste für Snowboards vorsieht, sei eine gute Grundlage um weiterzuarbeiten. Quinting erwartet von der Stadt, dass sie sich bald aktiv um Investoren für das Gelände kümmert. In die weiteren Planungen sollten die Anwohner dann unbedingt mit einbezogen werden.
Rückblickend auf die abgelaufene Wahlperiode der Bezirksvertretung sieht Quinting einige positive Entwicklungen. So sei das Projekt Stadtumbau West am Honsberg und auch in Stachelhausen gut angelaufen. Hier geht es um neue Perspektiven in der Stadtentwicklung. Die Ansiedlung eines Pflanzenparks auf dem Elotherm-Gelände am Hasten und die schnelle Genehmigung für die Außengastronomie des "Café Sahnetörtchen" an der Scharffstraße seien ebenfalls sehr positiv zu werten.
Auf einem guten Weg sieht er auch den geplanten Umbau des Richard-Lindenberg-Platzes in Hasten sowie den geplanten und vom Rat beschlossenen Umzug der Freiwilligen Feuerwehr Hasten. Ende 2011 könnte der vollzogen sein, sagte Quinting. In die Zukunft blickend, sieht er die Diskussion über die Zukunft der Alleestraße ganz vorne auf der Agenda der neuen BV. Dem Marketingrat Innenstadt, der sich nach wie vor für eine probeweise Öffnung der unteren Alleestraße für den Autoverkehr einsetzt, rät er, von der Politik sehr bald eine erneute Stellungnahme zum Thema einzufordern.
Katalog der Ideen sammeln
Seine Politiker-Kollegen aus allen Fraktionen fordert er auf, gemeinsam "einen Katalog der Ideen zu entwickeln, wie wir die Stadt attraktiver machen können". Es sei falsch, "nur abzuwarten, was die Verwaltung an Vorschlägen macht, um dann darüber zu entscheiden. "Wir alle müssen uns Gedanken machen, was wir für Remscheid tun können."
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