Remscheid: Geburtstag am Ayers Rock
VON MARC FRANTZEN UND SINA STUHLDREHER - zuletzt aktualisiert: 05.12.2008Remscheid (RPO). Die beiden Remscheider Sina Stuhldreher und Marc Frantzen sind während ihrer Weltreise ein wenig länger in Australien geblieben als geplant. Sie berichten von atemberaubenden Eindrücken.
„Nächstes Mal müsst Ihr alleine feiern!“ Ein gutes Jahr ist dieser Satz jetzt her, als wir auf unseren letzten Geburtstagen in Remscheid im Kreise der Freunde und Familien saßen. Alles war noch völlig surreal und nicht vorstellbar, was auf uns zukommen wird. Zu dem Zeitpunkt hieß unsere Prognose: „Dann haben wir das erste Land schon hinter uns und feiern in Neuseeland.“
Doch wie so oft kommt es anders, als man denkt, denn wie bereits berichtet, haben wir für dieses riesige Land noch eine zeitliche Ehrenrunde vorgesehen. Und so konnten wir uns innerhalb eines Monats über die beiden populärsten Highlights Australiens freuen.
Das Projekt
Sina Stuhldreher (29) und Marc Frantzen (34) sind zum Erleben und Arbeiten aufgebrochen. Sie haben alles aufgegeben: ihre Wohnung, ihre Jobs, die bürgerliche Existenz.
Die geplanten Stationen sind u. a. Australien, Neuseeland, Indonesien, Malaysia, Singapur, Thailand, Laos , China, Tibet und Afrika.
Die erste Geburtstagdestination: der Uluru, besser bekannt als Ayers Rock. Und als Zweites: das Great Barrier Reef. Es gleicht ironischerweise einer guten Planung, nach fünf Monaten termingerecht das Wahrzeichen Australiens zu erreichen, um ein Jahr älter zu werden.
Egal, wie groß wir uns im Vorfeld diesen roten Stein vorgestellt haben, er ist größer! Alleine zehn Kilometer erstreckt sich der Weg rund herum. Und egal, wie kitschig der Sonnenuntergang vor dieser spirituellen Stätte auf jeder Postkarte wirkt, es spiegelt nur die Realität. Fast in jeder Minute ändert sich das Farbenspiel des Berges, und unser Fotoapparat läuft auf Hochtouren.
Nachdem wir uns im glühenden Outback heiße Füße geholt hatten, brauchten wir dringend eine Abkühlung. In einem Land mit dermaßen viel Küstenfläche scheint es kein Problem zu sein. Doch nirgendwo ist Schwimmen anstrengender. Irgendetwas ist immer im Wasser, das man nicht sehen möchte. Kleine Oktopusse, Würfelquallen oder auch riesige Salzwasserkrokodile, dem Ideenreichtum an giftigen oder gefährlichen Tauchgefährten sind hier keine Grenzen gesetzt.
Doch 100 Kilometer vor der nord-ost-australischen Küste, am Great Barrier Reef, dem größten Riff der Welt, hieß es dann: Eintauchen und genießen. Passend zum nächsten Geburtstag in unserer bescheidenen Zweierpartyrunde. Und all die australische Vielfalt, die uns bereits an Land begegnet ist, findet sich auch unter Wasser wieder. Korallen und Fischschwärme aller Arten begleiten unseren Weg.
Zwei Geburtstage, zwei Gegensätze, zwei Höhepunkte. Besser hätten wir die Sache im Vorfeld nicht timen können, daher heißt unsere Vorhersage für nächstes Jahr: „Keine Ahnung, wir lassen uns überraschen.“
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