Remscheid: Gesucht: Traumjob
VON STEFANIE BONA - zuletzt aktualisiert: 19.02.2011Remscheid (RPO). Über 100 Aussteller und Referenten aus der Berufspraxis versuchen im Berufskolleg Technik, Remscheider Schülern Berufsbilder schmackhaft zu machen und Ausbildungsplätze zu vermittel. Der Ausbildungsmarkt läuft noch heute.
Auf einem kleinen blauen Zettel steht die Programmplanung. 12 Uhr: Herr Heer von der Uni Wuppertal informiert über Lehramtsstudiengänge, 13 Uhr: Vortrag Kommunikationsdesign. Lena Henning und Anika Osenberg haben sich auf ihren Besuch des Remscheider Ausbildungsmarktes (RAM) im Berufskolleg Technik gut vorbereitet. "Wir haben eine Besucherkarte bekommen, und in der Schule lagen jede Menge Infoschriften aus", erzählen die Schülerinnen des Röntgen-Gymnasiums.
Genauso soll's sein. Denn wer sich im Vorfeld über das große Angebot der über 100 Aussteller informiert hat, kann auf der Ausbildungsmesse zielgerichtet nach Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten suchen. Tausende Schüler nutzten gestern die Möglichkeit, heute hat die Ausbildungsbörse von 8 bis 13 Uhr geöffnet.
Heute geöffnet
RAM 2011 Auch heute können sich Jugendliche informieren und dazu ihre Eltern mitbringen. Das Programm findet von 8 bis 13 Uhr im Berufskolleg Technik, Neuenkamper Straße 55, statt.
Technik? Bitte nicht
Bis Lena und Anika, die Lehrerinnen werden möchten, sich auf den Weg ins Obergeschoss machen, wo das Vortragsprogramm stattfindet, ist noch Zeit. Also stürzen sich die Elftklässlerinnen hinein ins Gewühl und nutzen die Gelegenheit, den einen oder anderen Stand zu besuchen. Vorbei geht's an großen Tafeln, Infoständen – auch die Bergische Morgenpost ist vertreten – Multi-Media-Präsentationen, Hebebühnen, Werkzeugen und kleineren Maschinen. Das, was nur im Entferntesten nach Technik aussieht, lassen sie links liegen. "Ein technischer Beruf? Nee, das wäre nichts für mich", sagt Lena.
Am Gemeinschaftsstand der Stadtverwaltungen Remscheid und Wuppertal bleiben die Mädchen indes hängen. Silvia Wolters von der Stadt Wuppertal drückt ihnen ein Prospekt in die Hand. Ausbildung zur Diplom-Verwaltungswirtin? Das könnte vielleicht etwas sein. Auch an der großen Wand mit den freien Ausbildungsstellen bleiben die Gymasiastinnen genau wie viele andere Besucher eine Weile stehen. Die Auswahl ist recht groß. "Da wir erst in zwei Jahren Abitur machen, betrifft uns die Ausbildungsplatzsuche aber jetzt noch nicht", sagt Anika. Und Lena bekräftigt: "Ich möchte auf jeden Fall studieren. Am liebsten auf Lehramt."
Vom netten Empfang bei der Volksbank Remscheid-Solingen sind die beiden aber doch angetan. Genau wie viele andere Betriebe, Dienstleister und Handwerker hat auch die Regionalbank ihre Auszubildenden an die Front geschickt. Katharina Kaufmann ist im dritten Lehrjahr und erzählt den konzentriert zuhörenden Mädchen, dass sie gerade in der Wertpapierabteilung arbeitet. Da die Eltern von Lena bei einer Bank arbeiten, weiß die Schülerin von diesem Berufsbild schon eine Menge. "Ich glaube nicht, dass ein Bürojob etwas für mich ist", meint sie skeptisch. So bleibt es dabei: Der Lehrerberuf ist immer noch favorisiert.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



