Remscheid: Hilfe für Waldorfschüler in Not
VON JOACHIM RÜTTGEN - zuletzt aktualisiert: 21.01.2009Remscheid (RPO). Claus Metzler und seine Frau Christel Schäfer-Metzler setzen ihr Engagement für eine Patenschule in Nairobi fort. Nächste Woche fliegt das Paar wieder nach Afrika – im Gepäck: Spenden und Geschenke der Paten aus Remscheid.
Jetzt werden wieder die Koffer gepackt. Das Reisefieber steigt. Am Montag setzen sich Claus Metzler und seine Frau Christel Schäfer-Metzler ins Flugzeug – Ziel: die Rudolf Steiner School Mbagathi Nairobi, Pateneinrichtung der Schule in Bergisch Born, die Claus Metzler mitbegründet hat. Als der 64-Jährige vor vier Jahren in Altersteilzeit ging, ließ ihn die "Waldorf-Idee" nicht mehr los. Mit seiner Frau kümmert er sich seitdem um die Zukunft der Jungen und Mädchen. Mittlerweile hat das Paar aus Beyenburg 26 Paten in Remscheid und Umgebung gefunden, die den Ausbau der Schule unterstützen.
In Nairobi betreut Claus Metzler im Auftrag der pädagogischen Waldorf-Zentrale im schweizerischen Dornach seit Mitte Juni 2006 die Waldorfschule, bespricht mit den jungen Lehrern deren Aufgaben, schaut, ob sie die Waldorfpädagogik richtig vermitteln und hält Vorträge vor Eltern. In diesem Jahr betreut Metzler junge Lehrer, die bereits ihre zusätzliche theoretische Waldorf-Qualifikation erlangt haben und nun ihre praktische Prüfung bestehen müssen, um das entsprechende Zertifikat zu erhalten. Seine Frau bietet Blockflötenunterricht an, schreibt mit den Kindern Briefe an die Paten in Remscheid und gibt den Massai-Kindern in Kleingruppen Förderunterricht in Englisch und Mathe.
Spenden willkommen
Nächste Woche besuchen Claus Metzler und seine Frau Christel Schäfer-Metzler die Waldorfschule in der Nähe von Nairobi. Das Patenprojekt stößt dort auf tiefe Dankbarkeit.
Deshalb sind Spenden weiterhin dringend nötig und willkommen: Konto: 12 33 00 12, BLZ 430 609 67 – Stichwort: "Schule Nairobi", GLS-Bank Bochum. Weitere Informationen unter Tel. 02 02/61 22 55.
Bisherige Berichterstattung www.rp-online.de/remscheid
Ganz wichtig bei dem Engagement sind Patenschaften, damit die "Rudolf Steiner School Mbagathi Nairobi" mehr Kinder – bei den meisten handelt es sich um Aids-Waisen – aufnehmen kann. "Die politische Situation ist nach den Unruhen im Januar 2008 wieder stabil und ruhig", berichtet Christel Schäfer-Metzler. Mit den Spenden konnte mittlerweile ein neues Mädchen-Schlafhaus eröffnet werden. "Die Rotarier haben mit 1500 Euro den Kauf der neuen Möbel ermöglicht", erklärt sie. Da aber noch mehr Kinder in dem Haus Platz finden, werden dringend weitere Paten und Sponsoren gesucht.
Der Verkauf von Kunsthandwerk aus Afrika beim Adventsbasar der Rudolf-Steiner Schule brachte 600 Euro. Insgesamt kamen 2008 Einzelspenden von 5000 Euro zusammen. 31 Euro pro Kind und Monat reichen aus, um Unterricht und Vollverpflegung zu finanzieren. Besonders gefreut hat sich Christel Schäfer-Metzler über die Spende einer Firma, die Wachsmalstifte und Schulmaterialien zur Verfügung gestellt hat. Viele Paten haben bereits kleine Geschenke bei den Metzlers abgegeben. Weitere Präsente und finanzielle Unterstützung sind willkommen. Aber auch Überweisungen helfen den Menschen vor Ort.
"Die Spendengelder werden ohne horrende Gebühren nach Afrika transferiert", versichert Christel Schäfer-Metzler. Sie garantiert, dass alle Gelder ohne Abzüge in Nairobi ankommen. Dafür sorge die "GLS-Bank" in Bochum, die die "Stiftung Entwicklungshilfe" ins Leben gerufen hat. Die Metzlers freuen sich auf vier spannende und interessante Wochen in Nairobi.
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