Remscheid: Jecke Kerls und tolle Stimmung
VON MICHAEL MÖLLER - zuletzt aktualisiert: 08.02.2010Remscheid (RPO). beyenburg Der Saal kochte. Die Stimmung war innerhalb von Minuten auf dem Siedepunkt und blieb für vier Stunden auf "100 Grad". Das schaffte am Samstagabend der Männergesangverein Niegedacht Herbringhausen mitsamt Anhang. In der Gaststätte "Zur alten Bruderschaft" in Beyenburg begrüßten die Sänger wieder 250 Gäste zu der ersten von zwei ausverkauften Karnevalssitzungen.
Seit Oktober hatten sie am Programm gearbeitet. Das Ergebnis: Vier Stunden kurzweiliges Programm machten die Veranstaltung zu einem karnevalistischen Höhepunkt der laufenden Session. Moderator Peter "Max" Dreibrodt führte trotz angeschlagener Gesundheit souverän und spritzig durch das Programm. Er konnte nicht nur Oberbürgermeisterin Beate Wilding und Ehemann Holger als treue Gäste begrüßen, sondern auch eine Gruppe, die seit 15 Jahre die Abende begleitet. "Als Kinder kamen sie schon hierher, um zu tanzen. Heute sind sie zum Teil schon Mütter und haben ihre Kinder in der Garde", erklärte Dreibrodt und meinte damit die Rot-Blauen-Funken.
Bei der Retrospektive auf Michael Jackson, die Jacob-Sisters, Abba, Siw (Malmkvist), Wencke (Myhre), Gitte (Haenning) oder Village People zeigten die Sänger ihre Wandlungsfähigkeit auch zu Sängerinnen. Mit Sketchen aller Art bewiesen sie spitzfindigen Humor in Sachen "Alltag – mal jeck in Augenschein genommen". Immer wieder brachten sie ihr Publikum mit viel Humor und noch mehr Musik von den Stühlen und zum Mitsingen, Klatschen und Schunkeln.
Am Ende des Programms ging es noch lange nicht nach Hause. Da tanzten Elvis und ein Engelchen miteinander, schob Fred Feuerstein seine Wilma über das Parkett oder hatte das Kätzchen friedlich sein Mäuschen im Arm.
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