Remscheid: Jugend bittet zum Festival
VON HENNING RÖSER - zuletzt aktualisiert: 01.09.2010Remscheid (RPO). Hilfe aus WuppertalNeun Tage lang zeigt das Bergische Jugendkulturfestival ab Freitag kreativen Nachwuchs aus Solingen, Wuppertal und Remscheid. Höhepunkt ist ein großes Open Air-Konzert auf sechs Bühnen mitten in der Stadt.
"Es brodelt in den drei Städten." So beschreibt Julia Dill von der Kraftstation die Vielfalt und Lebendigkeit der Jugendkultur im Bergischen Städtedreieck Wuppertal, Remscheid und Solingen. Was sich da gerade alles in den Bereichen Musik, Tanz, Theater, Graffiti und Fotografie tut, können Besucher ab kommenden Freitag neun Tage lang in Remscheid erleben.
Die Seestadt auf dem Berge ist in diesem Jahr Ausrichter des Jugendkulturfestivals, das seit 2003 jeweils in einer der drei Städte stattfindet. Das Konzept wurde stetig weiterentwickelt. Die 2010er Ausgabe ist die bislang größte Veranstaltung der Reihe. 500 junge Menschen aus den drei Städten sind an Planung und Durchführung beteiligt, 50 Kooperationspartner fanden für die Großveranstaltung zusammen, erklärte Organisatorin Deniz Kaynak gestern vor der Presse
Das Spektrum ist riesengroß. Den Auftakt macht am Freitag im Teo Otto Theater ein Workshop für Jugendliche mit Tänzern und Trommlern der Kompanie Jant-Ti aus Senegal. In der Woche dann gibt es unter anderem Jugendtheateraufführungen im WTT (Dienstag, 19 Uhr), eine Skulpturenausstellung im Galeriegarten (Dienstag, 15 Uhr, oder Tanzworkshops in der Tanzetage in Lennep (15 bis 17 Uhr).
Höhepunkt der Veranstaltung ist das große Open-Air-Festival, das am Samstag, 11. September, mit vielen Bands und Künstlern im Bereich zwischen Teo Otto Theater bis Stadtbücherei stattfindet. Auf insgesamt sechs Bühnen gibt es von 15 bis 22 Uhr volles Programm. Neben vielen lokalen Künstlern und Bands, die sich in den drei Städten in Wettbewerben für die Teilnahme am Festival qualifizierten, haben die Veranstalter durch Sponsorenhilfe auch überregionale Künstler einladen können. Hauptattraktion auf der Rockbühne vor dem Bustunnel am Center ist die Band Luxuslärm aus Iserlohn, deren Song "Tausend Kilometer bis zum Meer" ein echter Radiohit war und die gerade eine neue CD herausbringt.
Bewusst habe man die Kulturmeile auf der Konrad-Adenauer-Straße als Austragungsort gewählt, sagte Deniz Kaynak. In der Nähe zu den Orten der Hochkultur (Theater, Galerie, Bücherei) solle die Jugendkultur mitten in der Stadt eine Bühne bekommen. Die Öffentlichkeit solle sehen, was es da alles gibt. So wird etwa die auch für kurz Entschlossene offene "Open Stage" im Foyer der Stadtbücherei aufgebaut.
Rund um das Festival gibt es viele Aktionsstände etwa mit Straßenmodenschauen, einer Aufblas-Bar oder Baumklettern. Der Bergische Jugendrat wird in einer Blackbox Video-Interviews mit jungen Leuten führen. Zum Abschluss wird das Festivalgelände mit Projektionen auf das Theatergebäude und die Bibliothek illuminiert.
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