Remscheid: Junior-Manager mit tollen Ideen
VON MARCUS SCHMIDT UND ALEXANDER MONHOF - zuletzt aktualisiert: 25.01.2008Remscheid (RPO). „Wir haben schon 15 Kisten verkauft“, sagte Svajune Giniotyte vom Remscheider Unternehmen „MemarY“ gestern bei der „3. Junior-Messe“ im Allee-Center. Auch die Vorstandsvorsitzende Katja Schuhmann zeigte sich sehr zufrieden.
Wirtschaft hautnah
„Junior“ ist eine Idee des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln, um Schülern die Vorgänge der Wirtschaft näher zu bringen. Die Teilnehmer gründen ein Unternehmen mit einer eigenen Geschäftsidee und versuchen, ihr Produkt zu vermarkten und den größtmöglichen Gewinn zu erzielen. 23 Junior- Unternehmen aus der Umgebung und anderen Bundesländern präsentierten gestern an selbst gestalteten Ständen ihre Produkte.
Die 20 Schüler der Jahrgangsstufe zehn des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums verkaufen unter dem Label ihrer Firma „Memary“ selbst hergestellte Holzschatullen für persönliche Gegenstände. In den verschiedensten Ausführungen kann der Kunde sich seine Kiste nach den persönlichen Vorlieben anfertigen lassen – ob mit Gravur oder ausgekleidet mit Stoff. Die Gravuren werden von einer computergesteuerten CNC-Fräse gefertigt, als Garant für höchste Qualität. Das ist bei den hohen Zielen aber auch nötig. „Wir wollen auf jeden Fall zum Landesfinale im Juni“, erzählte Pia Jasmin Futterknecht, Abteilungsleiterin der Produktion.
Auf der Messe gab es aber nicht nur Projekte Remscheider Schulen zu begutachten (das Wirtschaftsgymnasium Stuttgarter Straße beschäftigte sich mit Event-Management und organisiert Pokerturniere). Besonders zu erwähnen ist die Lessing-Realschule aus Grevenbrück. Die Gruppe beschäftigte sich mit der Frage: „Was soll ich bloß anziehen?“. Nachdem sie bei den meisten ihrer Kleidungsstücke zu der Erkenntnis gekommen waren, „dass die anderen immer viel geilere Sachen anhaben“, nahmen sie die Sache selber in die Hand.
Hinzu kam, dass ihre Schule bis jetzt kein eigenes Logo besaß. Das sollte sich ändern. Schnell war die Idee geboren, die Entwicklung eines Logos mit einem Polo-Shirt in Verbindung zu bringen. Daraus kreierten die Schüler der Lessing-Realschule dann ihre Firmenidee, die sie gestern stolz präsentierten. „Das von uns entwickelte Schul-Logo wurde an unserer Schule bereits an drei Eingängen groß an die Wand gezeichnet“, berichtete eine Mitstreiterin des Teams.
T-Shirts heiß begehrt
Die ersten Erfolge gab es bereits. Der Schul-Chor trug bei seinem jährlichen Konzert das von den meisten Schülern begehrte Polo-Shirt. Die Planungen gehen sogar noch weiter. Schulleiter Gerd Ewers will die T-Shirts sogar als mögliche Schuluniform einführen.
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