Remscheid: Kaltwasser führt die CDU weiter
VON BERNWARD LAMERZ - zuletzt aktualisiert: 31.10.2007Remscheid (RPO). Kai Kaltwasser ist für weitere zwei Jahre im Amt als Vorsitzender der Remscheider CDU bestätigt worden. Beim ausgesprochen gut besuchten Kreisparteitag im Remscheider Schützenhaus bekam er (ohne Gegenkandidaten) 81,5 Prozent der Stimmen.
Zu stellvertretenden Kreisvorsitzenden wurden gewählt Bürgermeisterin Monika Hein (98,4 Prozent), Hilmar Somborn (84,3 Prozent), Markus Kötter (79,5 Prozent) und Henner Blecher (66,9 Prozent); Blecher – er kommt vom Unternehmerflügel der Christdemokraten – ist neu in der CDU-Spitze; er folgt dem mit viel Dank und Beifall verabschiedeten Hanspeter Braun.
Mit 87,1 Prozent wiedergewählt wurde auch Schatzmeister Andreas Engels. Nicht zuletzt ihm ist zu verdanken, dass Kaltwasser in seinem Vorsitzenden-Bericht gesundete Parteifinanzen vermelden konnte. Nach der Vorstandswahl im Januar 2006 habe man eine „ernste Kassenlage“ vorgefunden.
Nun sei die Partei finanziell wieder in ruhigerem Fahrwasser – und entsprechend gut aufgestellt auch für den Wahlkampf zum kommunalen Urnengang 2009, auf den der alte und neue Vorsitzende die Parteifreunde schon jetzt einschwor. Die CDU werde nicht nur die Ratsmehrheit verteidigen, sondern auch das OB-Amt zurückgewinnen. Denn die sozialdemokratische Oberbürgermeisterin Wilding bedeute „Stillstand für Remscheid“, sagte Kaltwasser. Und das in einer Zeit, „die nach Lösungen schreit“.
Gast des Parteitags, zu dem der evangelische Superintendent Hartmut Demski eingangs ein Geistliches Wort sprach, war nicht nur der Europa-Politiker Herbert Reul, Bezirksvorsitzender der CDU Bergisches Land. Auch die CDU-Vorsitzenden aus Solingen (Fabian Kesseler) und Wuppertal (Jürgen Hardt) brachten Grüße – eine Premiere auf einem Remscheider Parteitag, wie mit Blick auf eine stärkere Zusammenarbeit im Städtedreieck zufrieden vermerkt wurde.
In seinem Bericht aus der Ratsarbeit unterstrich Fraktionsvorsitzender Karl Heinz Humpert die Bedeutung des im Rat verabschiedeten Sparpakets. „Wenn wir in dieser Stadt noch etwas bewegen wollen, haben wir keine andere Chance, als diesen Weg zu gehen“, sagte Humpert. Dabei sei es für die CDU „alles andere als einfach“, Einrichtungen wie die Bürgerbüros oder die Stadtteilbücherei Lüttringhausen zu schließen.
Zur Wahl standen bei diesem Kreisparteitag auch die zwölf Beisitzer im Vorstand. Gewählt wurden: Erika Acker (90,5 Prozent), Julian Kleuser (88,9), Tobias Lüttenberg (73,8), Landtagsabgeordnete Elke Rühl (73), Hans Rehbein (72,2), Klaus Mandt (66,7), Andreas Stuhlmüller (62,7), Prof. Groß-Hardt (61,1), Jutta Wilke (59,5), Rosemarie Stippekohl (57,9), Rudi Küfner (47,6) und Jasmin Hahn (46).
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