Remscheid: Kameras gegen Vandalismus
VON HENNING RÖSER - zuletzt aktualisiert: 20.11.2009Remscheid (RPO). Die Stadt will mit Fördermitteln des VRR und Sponsoren die fehlende Videoüberwachung ihrer Bahnhöfe doch noch hinbekommen. Immer neue Fälle von Sachbeschädigungen erhöhen den Handlungsdruck.
Die Haltung der Bahn
Angebot Die Deutsche Bahn hatte die Stadt wissen lassen, dass sie selber keine Kameras installieren wird. Sie bot aber an, sich um den Betrieb der Anlage zu kümmern – wenn die Stadt Anschaffung und Installation finanziert.
Die Stadt Remscheid arbeitet an einen Konzept zur Videoüberwachung für die Haltepunkte Remscheid, Güldenwerth und Lennep. Das berichtete Stadtplaner Hans-Otto Heiming in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid. Bislang war eine Überwachung nur für den Hauptbahnhof im Gespräch, die aber an der Frage der Finanzierung scheiterte.
Das neue Konzept sieht eine Teilung der Lasten vor. Grundidee: Remscheid kümmert sich um die Kosten für die Anschaffung der Technik, die Deutsche Bahn schaltet die Kameras auf ihre Überwachungsstationen auf, sendet Alarm an die örtliche Polizei, wenn es kritische Situationen an den Bahnhöfen gibt und übernimmt auch den Betrieb und die Wartung.
Weil die Stadt wegen ihrer Schulden kein Geld investieren kann, werden derzeit Gespräche mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) geführt. Der hat als Betreiber der Strecke Fördertöpfe für solche Überwachungsmaßnahmen, sagte Heming. Gleichzeitig verhandelt die Stadt mit privaten Sponsoren, die im Umfeld der Bahnhöfe Interesse daran haben, dass hier Vandalen nicht unbemerkt ihrem Handwerk nachgehen können. Ob diese Art der Finanzierung so erlaubt ist, werde geprüft, sagte Heming. Noch sei es zu früh für Prognosen.
Aufhänger für die Diskussion sind neue Berichte über Vandalismus-Schäden am im Sommer erst eingeweihten Hauptbahnhof.
Erika Acker (CDU) berichtete, dass im Park-and Ride-Haus neben dem "Brücken-Center" der Aufzug nicht mehr funktioniere. Außerdem seien Türgriffe an den Eingängen zum Treppenhaus abgebrochen, so dass man auf bestimmten Parkbebenne gar nicht mehr zur Treppe gelange. Überall lägen Glasscherben herum, in den Ecken rieche es nach Urin, setzte Acker ihren Bericht fort.
"Da wird viel zerdeppert"
Heming erklärte, dass dies kein Einzelfall sei. "Da wird sehr viel zerdeppert und mutwillig zerschlagen" .Daher hoffe man, dass die Gespräche fruchten und man die Täter endlich abschrecken oder identifizieren könne. Ziel sei es, dass die Kameras nicht nur den Bereich an den Gleisen, sondern auch die Bereiche daneben überwachten. Das sei gerade auch in Güldenwerth wichtig, weil hier Parkanlagen an beiden Seiten der Gleise entstehen.
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